23. November 2014

Familienzuwachs ..

oder, warum in diesem Jahr die Weihnachtsdeko etwas schmaler ausfallen wird.

Der Grund für eine abgespeckte und vorzugsweise bruchsichere Deko heißt "Whisky", hat 4 Pfoten, ein kuschliges Fell und kann wunderbar schnurren. Allerdings hat er auch viel zu viel Energie und verdammt scharfe Krallen.


Richtig, "Whisky" ist ein kleines Kätzchen. Um genau zu sein ein kleiner Kater der bei uns vor gut zwei Wochen eher spontan eingezogen ist.


Bei einer guten Bekannten gab es im September Katzennachwuchs und die Kleinen waren auch schnell vermittelt, doch als es dann im November ans abholen ging, ist dieser kleine Kerl hängen geblieben. Da sie weiß das ich eine Schwäche für Katzen habe und schon länger mit dem Gedanken spiele wieder eine Zweite ins Haus zu holen, wurde ich gefragt, ob ich dem kleinen Kerl nicht ein neues zu Hause geben möchte. Den Göttergatten hatte ich auch recht schnell überzeugt ... und so haben wir den Kobold ins Haus geholt.


Unser dicker Keks war nicht wirklich angetan von so viel trubel und verbringt seine Zeit eher draußen. So friedlich wie hier auf dem Foto liegen die beiden leider sehr selten zusammen. Der Kleine will spielen und toben und der Große möchte eigentlich nur seine Ruhe haben. Das merkt man auch wenn die beiden sich kabbeln. Das sieht teilweise echt gefährlich aus ... gut 5 kg Lebendgewicht gegen gerade mal 1,5 kg.



Der Kleine hat auch schon so einiges auf dem Gewissen ... vorzugsweise Blumentöpfe, Handyladekabel und unsere Couch haben arg gelitten. Und genau deswegen habe ich beschlossen in diesem Jahr die guten, teuren Dekostücke gar nicht erst aufzustellen. Sicher ist sicher! 

Ich wünsche euch allen einen schönen Restsonntag
♥lichst


9. November 2014

Schinkenfleckerl "Omas Art" oder warum es bei Oma immer besser schmeckte

Als Kind war ich viel bei Oma und Opa, wahrscheinlich weil beide mit im Haus wohnten und es bei Oma immer etwas leckeres zu essen gab. Ich kann mich noch gut daran erinnern das ich bei Oma meine Apfelspalten mit  gaaaannnnzzzz viel Zucker bestreuen durfte, während meine Mutter mir das überhaupt nicht erlaubt hat. Da gab es Apfel pur. Drei mal dürft ihr raten, wo ich mein Obst lieber gegessen habe. Überhaupt hatte ich als Kind immer das Gefühl, das es bei Oma besser schmeckt als bei Mama. Nicht das meine Mutter eine schlechte Köchin gewesen wäre bzw. ist. Ganz im Gegenteil! Aber da es bei Mama ja keine Extrawurst gab und Oma doch fast immer Sachen gekocht hat, die ich gerne esse, war es bei Oma eben immer viel leckerer als bei Mama. Mitunter bin ich sogar erst mal gucken gegangen, was es bei Oma und Mama gab und habe mich dann entschieden, wo ich esse. Zum Glück hat mir das meine Mutter nie verübelt. Und falls doch, dann hat sie es nie gezeigt.


Neben Plinsen (Eierkuchen), Klitschern und Grießbrei mit ganz viel Zucker und Zimt war eins meiner Lieblingsgerichte bei Oma "Schinkenfleckerl".

Ich vermute meine Oma hat das Gericht auch erst durch meinen Opa bzw. ihre Schwiegermutter kennen gelernt. Mein Opa stammte nämlich auch Böhmen, dem Teil der heutigen Tschechei, der vor 1945 noch zu Deutschland gehörte. Und, wie der eine oder andere sicher weiß, gehörte Böhmen auch mal irgendwann und irgendwie zu Österreich. Darum sind sich die beiden Küchen recht ähnlich. Immerhin stammt auch das Rezept für meine Krautfleckerl von meiner Uroma. 



Inzwischen hab ich mal etwas im Internet recherchiert und herausgefunden, dass die Art wie meine Oma Schinkenfleckerl macht, nicht ganz Original ist. Aber meistens sind die Traditionellen Familiengerichte ja nie so 100% Kochbuch ... schmecken muss es und Erinnerungen wecken.



Auch mein Mann (gebürtiger Preuße), der dieses Gericht erst hier kennen gelernt hat, isst es ganz gern und das Tochterkind sowieso. Es sind ja Nudeln dabei! Grundvoraussetzung bei einer 8jährigen für gutes Essen.

Für alle die jetzt wissen wollen, wie nun hier bei uns "Schinkenfleckerl" gemacht werden und wer auch gerne Nudeln mag, hier kommt das Rezept.



Das Gericht kann man auch ganz Wunderbar mit Nudeln vom Vortag zubereiten und es müssen nicht unbedingt Bandnudeln sein. Noch ein kleiner Tipp, das Tochterkind isst dazu am liebsten Ketchup! ;-)

Guten Appetit!

27. Oktober 2014

Eulenliebe trifft Strickwahn - Mütze für das Tochterkind

Mir ist aufgefallen, das ich hier bisher nur Rezepte gepostet habe. Aber das hier ist ja eigentlich kein Koch- bzw. Backblog und irgendwie kommt das Gefühl auf, das ich nur noch in der Küche stehe, koche, backe, esse und meine Familie mäste. Ok, so ganz abwegig ist das nicht, denn Liebe geht ja bekanntlich durch den Magen. Aber eine gesunde Fettschicht alleine schützt nicht vor der Kälte im Winter, und der steht vor der Tür. Immerhin hat es diese Woche den ersten Schnee gegeben ...

Zur Zeit bin ich total im Strickfieber! Es gibt ja auch nichts schöneres, als sich gemütlich auf die Couch zu kuscheln mit einer Tasse heißen Tee und dem Strickzeug. Wer mich kennt, weiß, ich habe einen totalen Eulentick. Ich liebe Eulen in jedweder Form ... sie sitzen hier in der Deko, zieren Kissen und T-Shirts und ... seit diesem Jahr ... auch meinen linken Oberarm. Mit diesem "Fimmel" habe ich auch schon das Tochterkind angesteckt. Wo auch immer sie eine Eule sieht wird sofort Meldung gemacht. Darum liegt im Kinderzimmer ein Eulenteppich, sitzen Plüscheulen im Bett und wurde kürzlich eine Eule "geloomt".



Jetzt haben sich Mamas Strickwahn und die Eulenliebe verbunden und der Kopf des Tochterkinds ist für den kommenden Winter gerüstet. 

Die süße Mütze ist ohne echte Anleitung entstanden und wird vom Kind heiß und innig geliebt. Ganz ehrlich, ein bisschen neidisch bin ich schon auf diese coole Mütze.



Ein bisschen erschrocken bin ich immer, wenn ich Fotos vom Tochterkind sehe. Was ist sie groß geworden, sie wirkt manchmal schon sooo erwachsen ... dabei ist sie erst 8 ... ok, fast 9 ... aber trotzdem, mir kommt es vor als hätte ich sie erst gestern zum ersten Mal in meinen Armen gehalten ... Ok, jetzt werde ich sentimental, das heb ich mir für ihren Geburtstag auf. 

Macht's fein!