30. November 2011

In der Weihnachtsbäckerei

Wie jedes Jahr wartet das Tocherkind auf den Nachmittag, an dem Mama endlich Teig anrührt, die Ausstechformen aus dem Schrank holt und wir Plätzchen backen.





Das Rezept für den ultimativen Kinderausstechplätzchenteig ist noch von meiner Mutti und ganz einfach:

100 g Zucker
200 g Butter
300 g Mehl
1 Ei

Alles zusammen verkneten und für 30 Minuten in den Kühlschrank stellen.

Die ausgestochenen Kekse bei 160 Grad ca.15 Minuten backen.

 

29. November 2011

Ich habe lange überlegt, ob ich dieses Posting überhaupt verfassen sollte, doch mich beschäftigt dieses Thema jetzt schon seit ein paar Tagen und ich habe das Gefühl, das ich es mir einfach mal von der Seele schreiben sollte.


Wir leben hier in einer recht ruhigen Gegend, sehr ländlich, sehr ruhig und normalerweise springen bei uns keine jungen Menschen vor Züge um sich das Leben zu nehmen. Doch genau das hat letzten Freitag Abend eine junge Frau aus dem Nachbarstädtchen getan. Als mir mein Mann davon erzählt hat, war ich schon recht erschrocken. Wie gesagt, sowas passiert hier nicht alle Tage. Bei Facebook habe ich dann festgestellt, das einige meiner Bekannten das Mädchen kannten und sie bekam ein Gesicht. Ein hübsches, 19 Jahre altes Mädchen mit unheimlich traurigen Augen.

Klar, das der Tod der jungen Frau, gestern auch das Thema auf Arbeit war. Ich habe noch ein paar Dinge erfahren und jetzt frage ich mich die ganze Zeit, wie verzweifelt ein Mensch sein muss, um so etwas zu tun. Denn es war keine Kurzschlussreaktion, sondern eine geplante Tat. Sie ist wohl mit einigen Dingen aus ihrer Vergangenheit nicht klar gekommen ... Obwohl sie Familie und Freunde hatte, hat sie ihren Tod ganz alleine geplant und damit ein großes Loch hinterlassen.

Wie verzweifelt ein Mensch sein muss, um den Tod als einzigen Ausweg zu sehen, kann ich kaum ermessen. Wie traurig muss man sein, das man nichts lebenswertes mehr findet? Wie groß muss die Sehnsucht nach Erlösung gewesen sein, das man sich vor einen fahrenden Zug wirft? Wie groß muss der Schmerz bei der Familie, den Freunden und Bekannten sein, die mit dem plötzlichen Tod eines geliebten Menschen fertig werden müssen? Wie groß der Schock des Lockführers, für den sicher auch nichts mehr so ist, wie es war?

Wie gesagt, ich habe das Mädchen nicht gekannt und doch berührt mich ihr Tod sehr und die Frage nach dem Warum geht mir nicht aus dem Kopf...

Meine Gedanken sind bei der Familie, den Freunden, Bekannten und Arbeitskollegen der jungen Frau, dennen ich viel Kraft wünsche um diesen großen Verlust verarbeiten zu können. Meine Gedanken sind auch ihr und ich hoffe, das sie gefunden hat, was sie im Leben nicht gefunden hat. Und auch beim Lockführer, das er an dem Erlebnis nicht kaputt geht.

24. November 2011

Vorbereitungen - beauty is where you find it

Ach ich muss mich so langsam mal den Vorbeireitungen für die bevorstehende Advents- und Weihnachtszeit widmen. Irgendwie bin ich noch gar nicht so richtig in Weihnachtsstimmung und ich muss sagen, in unserer Wohnung gibt es auch noch keine Anzeichen dafür. Dabei sind bei uns im Dorf schon alle Häuser weihnachtlich geschmückt, aus allen Fenstern lachen mich Schwibbogen, Leuchtsterne und Co an und vor fast jedem Haus steht ein Lichterbäumchen. Langsam bekomm ich ein schlechtes Gewissen. Vorallem weil gestern das Tochterkind, nach einem Besuch bei Oma, sich bei uns umschaute und dann feststellte:

"Weißt du Mama, du musst noch dekoradieren, bei der Oma ist nämlich schon Weihnachtsmarkt!"


Zumindest etwas Kleinkram für den Adventskranz habe ich schon zusammengesucht und sobald ich dieses Posting beendet habe und mein Kaffee ausgetrunken ist, werde ich mich auf den Dachboden begeben und das Weihnachtszeug suchen (mein Mann hat nämlich im Sommer aufgeräumt und jetzt find ich da nix mehr) und dann haben wir hoffentlich auch heute Abend "Weihnachtsmarkt".

Was sonst noch an Vorbereitungen läuft seht ihr hier!

20. November 2011

Süßes zum Sonntag

Heute ist der letzte Sonntag vor dem Advent und damit auch der letzte Sonntag an dem es noch einmal etwas gibt, das nicht nach Weihnachten riecht.

Obwohl nichts über einen echten American Cheescake geht, lasse ich auch nichts auf den bodenlosen Quarkkuchen meiner Mutter kommen. Den habe ich schon als Kind gern gegessen, denn der hatte kein "Brot unten dran", das ich nicht mochte.

Mir ist er zwar nicht so gut gelungen wie meiner Mutter, aber lecker war er trotzdem.


Falls jemand auch einmal Quarktorte ohne Boden backen möchte, hier das Rezept:

Zutaten:
750 g Quark
1 Pck. Vanillepudding
3 Eier
180 g Zucker
3/8 L Milch
100 g Butter

Aus Milch, Zucker und Puddingpulver einen Pudding kochen und auskühlen lassen. Die Eier trennen und das Eiweiß steif schlagen. Quark, Butter, Eigelb und Pudding zu einer homogenen Masse verrühren und den Eischnee vorsichtig unterheben.

Die Quarkmasse in eine Springform geben und im vorgeheizten Backofen bei 180°C ca. 60 Minuten backen.

Viel Spass beim backen und genießen!

19. November 2011

Etwas warmes braucht der Mensch

Wenn es draußen Kälter wird, gibt es für mich nichts besseres als einen leckeren, deftigen Eintopf. Denn der wärmt einen von innen und macht herrlich satt. Mit Wintergemüse wie Möhren, Rüben und Katroffeln ist das ganze nicht nur richtig "rustikal" und erinnert an das Essen früher bei Oma, sondern hat auch noch reichlich Vitamine, Mineralien und Spurenelemente. Und das ist bei nassem und kaltem Wetter doch genau das richtige.

Deshalb gibt es heute hier ein Rezept für einen deftigen Steckrübeneintopf, wie ihn meine Oma immer gemacht hat. Bei ihr hieß das immer "braune Mahlardeppeln" - was auf Deutsch so viel heißt wie braune Mehlkartoffeln.

Steckrübeneintopf

Zutaten:

1 Kohlrübe/Steckrübe
3 Kartoffeln
3 Möhren
Schinkenspeck
Mehl
Salz, Pfeffer, Zucker, Essig
2 Liter Gemüsebrühe


Das Gemüse schälen und in etwa gleich große Stücke schneiden. In einem großen Topf mit Gemüsebrühe weich kochen.

Den Schinkenspeck in kleine Würfel schneiden, in einer Pfanne auslassen und mit einigen Löffeln Mehl zu einer dicken Mehlschwitze verrühren.

Die Mehlschwitze in den Eintopf geben und gut umrühren. Den Eintopf mit Essig und Zucker süß-sauer abschmecken.


Wer nicht gern Speck isst, kann auch Schinken nehmen, dann einfach ein bischen Butter oder pflanzliches Schmalz mit in die Pfanne geben.

Guten Appettit!

16. November 2011

Themenbild - Erste Winterboten

Bei uns in Sachsen ist heute Feiertag, perfekt um die letzten herbstlichen Sonnenstrahlen, dick eingemummelt, zu genießen. Das der Winter nicht mehr weit ist, war schon recht deutlich zu sehen. Im Wald war das Moos stellenweise dick mit Rauhreif bedekt, der Teich hat schon eine dünne Eisschicht und auch der Bach hat kleine "Eisinseln".




Mehr Winterboten hier und hier.

13. November 2011

DIY - Lichterbaum

Heute gibt es hier eine Anregung zum Selbermachen eines Licherbaums als Dekoobjekt für Drinnen oder Draußen.

Gestern habe ich beim Spatziergang durch den Wald einen Haufen mit Birkenästen entdeckt und ein bischen darin herumgewühlt. Dabei sind mir ein paar schöne Äste in die Hände gefallen, die ich kurzerhand mit nach Hause geschleppt habe. Mein Mann hatte sich schon gefreut - Feuerholz! Doch ich musste ihn leider entäuschen, die waren für Dekozwecke gedacht. Ursprünglich wollte ich alle zusammen in eine große Kanne stellen und das ganze mit Tannengrün und Schnickeldi auf der Terasse dekorieren ... vielleicht sogar mit Licherkette ...


Als ich mir die Äste dann zu Hause so angeschaut habe, kam mir die Idee mit der Licherkette und den Ästen gar nicht so dumm vor. Immerhin liebäugle ich schon lange mit diesen schicken Licherbäumen, die es jetzt zu kaufen gibt.Ich habe mir dann einen schönen Ast augesucht und in einen großen, tönernen Krug gestellt. Dann habe ich den Ast mit einer LED-Licherkette aus dem nordischen Bettenlager umwickelt und fertig war der Lichterast.


Vielleicht habt ihr Lust euch auch so ein Lichtobjekt zu basteln, es geht ganz schnell und sieht ganz schickt aus.

Sonntags gibts Süßes

Ihr kennt doch bestimmt diese in Fett ausgebackenen, in Puderzucker gewälzten Gebäckkugeln vom Weihnachtsmark? Bei uns heißen die meistens Schneebälle und ich liebe diese Kugeln.

Es ist zwar nicht mehr allzu lange hin, bis die Weihnachtsmärkte öffnen, aber ich hatte so einen richtigen Heißhunger auf die Dinger. Gut das ich ein Rezept dafür habe. Das ist noch von Oma und da heißen die Teilchen Quarkspitzen.


Wer Schneebälle, Quarkspitzen oder wie die Dinger auch immer heißen mögen genau so gern isst wie ich, für den gibt es hier das Rezept zum selber machen und genießen.

"Schneebälle"


Zutaten:
30 g Margarine
1 Pr Salz
100 g Zucker
1 Pck. Vanillinzucker
3 Eier
250 g Quark
250 g Mehl
1/2 Pck. Backpulver
Rosinen, Schokosplitter, Nüsse, o.ä.

Zubereitung:
Alle Zutaten in einer großen Schüssel ordentlich verrühren. In der Zwischenzeit die Fritteuse anschmeisen oder Rapsöl in einem Topf auf dem Herd zum kochen bringen.

Dann aus dem Teig kleine Kugeln formen, am besten geht das mit nassen Händen, da der Teig sehr klebt, und die Kugel sofort ins heiße Fett geben. Macht die Kugel nicht zu groß, da sie im Fett noch aufgehen und recht groß werden. Wenn die Bälle eine schöne goldbraune Farbe haben, aus dem Fett nehmen und auf Küchenpapier aptropfen lassen.

Anschließend im Puderzucker wälzen oder damit bestäuben

12. November 2011

Zapfenstreich

Es geht inzwischen mit großen Schritten auf Weihnachten zu - in zwei Wochen ist der 1. Advent - und daher wird so langsam umdekoriert. Herbstlaub, Pilze, Igel und Co müssen so langsam Tannengrün, Kerzen und Zapfen weichen. Aus unseren gesammelten "Herbstschätzen" haben wir heute schon ein bischen Deko gebastelt.




Wir haben noch ein paar Zapfen für weitere Basetlarbeiten - aber ich denke es kann nichts schaden morgen beim Spatziergang noch ein paar mitzunehmen.

11. November 2011

Laternenumzug

Heute ist der 11.11.2011 und ich bin mir sicher heute wurde ordentlich gefeiert. Hochzeiten (denn dieses Datum kann man sich sicher gut merken), Faschingsauftakt (Helau, Alaf und was auch immer) und nicht zu vergessen, heute ist auch Martinstag.

Wie jedes Jahr gehen wir zur Martinsandacht in die Kirche. Dieses Jahr haben die Kindergartenkinder den Gottesdienst mitgestalltet,  wodurch der Gottesdienst, wie meistenst in solchen Fällen, so richtig schön Chaotisch wurde. Die Kinder haben die Geschichte von Martin erzählt, Lieder gesungen und im Kindergarten selbst gebackene Martinshörnchen verteilt. Danach ging es bei Nebel, Rauhreif, Wind und gefühlten -15 °C zum Laternenumzug.


Die Laterne wurde auch im Kindergarten gebastelt und war der ganze Stolz vom Töchterlein. Jetzt steht sie auf der Treppe und leuchtet uns und unseren Besuchern den Weg nach oben.

So langsam wird es rund ums und im Haus Weihnachtlich ... Laternen, Tannengrün, Lichterketten, Kerzen ... ich habe sooo viele Ideen im Kopf, was ich noch alles Basteln, nähen, backen, dekorieren möchte und dabei habe ich sooo wenig Zeit ...


4. November 2011

Steinbeißer mit Kräuterkruste aus dem Ofen

Steinbeißer mit Kräuterkruste aus dem Ofen

Zutaten:
ca. 1 kg Steinbeißerfilet
1 Zwiebel
3 Knoblauchzehen
Kräuter nach Wahl
(ich habe Petersilie, Basilikum, Kerbel und Dill genommen)
1 El Meerrettich
3 EL Paniermehl
1 Zitrone
1 Glas Weißwein
125 g Butter
3 große Tomaten
Fischgewürz

Zubreitung:

Fischfilets waschen, trockentupfen, in Portionsstücke teilen und würzen.

Knoblauchzehen und Zwiebel abziehen; fein würfeln, frische Kräuter fein hacken, mit den Knoblauch- und Ziebelwürfeln, Paniermehl, Meerrettich, dem Saft einer halben Zitrone und der weichen Butter vermengen.

Die Tomaten in dünne Scheiben Schneiden und fächerförmig in der Auflaufform verteilen.


Fischfilets auf die Tomaten in der Auflaufform legen und die Paste darüber verteilen. Das Glas Weißwein zwischen den Fisch gießen und bei 200°C im Ofen ca. 25-30 Minuten überbacken.

Bei uns gab es dazu frisches Ciabatta-Brot, aber mediterrane Kartoffelspalten schmecken sicher auch dazu.

3. November 2011

Novembergrau - Beauty is where you find ist

Novembergrau haben wir in den letzten Tagen wirklich reichlich. Seit Montag hängt eine dicke, graue Nebelsuppe über unserem kleinen Dörfchen, während nur wenige Kilometer weiter die Sonne scheint. Wenn das nicht deprimierend ist, weiß ich auch nicht.

Auch Frau Pimpi möchte heute Novembergrau sehen, aber nicht die dicke Nebelsuppe, sondern das "schöne" Grau.


Mehr Grau in Grau gibt es wie immer hier zu sehen.