3. Dezember 2011

Morgen ist Barabaratag

Zu den schönsten Adventsbräuchen gehören die Zweige der heiligen Barbara. Wer sie am 4. Dezember schneidet und bis Weihnachten zum Blühen bringt, hat Glück im nächsten Jahr.

Die heilige Barbara ist die Schutzpatronin der Bergleute, Artilleristen und Glockengießer, der Dachdecker, Maurer und Zimmerleute. Aber auch Gefangene und Sterbende finden bei ihr Trost.

Der Legende nach war Barbara ein verwöhntes Kind aus gutem Hause. Ihr Vater, ein reicher, heidnischer Kaufmann, las seiner Tochter jeden Wunsch von den Augen ab und nur ein einziges Mal die Leviten. Barbara durft nicht Christing werden. Deshalb sperrte der Vater sie in einen luxuriösen Turm.

Doch was wäre eine Legende ohne Herz. Den vom Vater auserwählten Bräutigam lehnte sie strikt ab, da auch er kein Christ war, und floh aus dem Turm. Auf ihrer Flucht bekam sie unerwartete Hilfe, Felsen öffneten sich und boten ihr Schutz. Darum ist sie sicher auch die Patronin der Bergleute. Doch auch im Berg war Barbara nicht sicher. Ein Hirte hatte sie an ihren Vater verraten, der sie daraufhin nach Hause schleppte und grausam misshandelte. Sie wurde verurteilt und auf dem Weg zum Kerker pflückte sie einen Kirschzweig. Diesen goss sie mit den wenigen Tropen wasser und nach wenigen Tagen begann er zu blühen.

Ein Engel heilte Barbaras Wunden über Nacht, was zur Folge hatte, das Barbara zum Tode verurteilt wurde. Ihr eigener Vater bewarb sich um das Amt des Scharfrichters.

Der Vater hatte schon das Beil erhoben, als eine Stimme aus den Wolken ertönte. Diese versprach der Verurteilten, dass fortan niemand, der sie anrufe, ohen Sterbessakramente sterben müsse. Im nächsten Augenblick schlug der Vater Barbara den Kopf ab. Den grausamen Vater traf auf dem Heimweg der Blitz. Angeblich geschah das alles an einem 4. Dezember.



Barbarzweige stehen für Hoffnung und bescheren Glück. Darum werden auch wir morgen wieder Kirschzweige schneiden und in der Vase (hoffentlich) bis Weihnachten zum blühen bringen.

Es muss übrigens nicht unbedingt ein Kirschzweig sein, weiter Kandidaten sind: Apfel, Aprikose, Birne, Flieder, Forsythie, Mandel, Pfirsich, Pflaume, Schlehe, Rot- und Schwarzdorn, Weißdorn und Zaubernus.

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