21. Februar 2012

14 Tage

Ganze 14 Tage mussten wir hier in unserem Dörfchen ohne Telefon, Internet und Handynetz ausharren. Denn genau so lange hat es gedauert bis V******e es geschafft hat, den Funkmast "aufzutauen". Seit letzten Mittwoch sind wir wieder online, und mich hat es erst Sonntag Vormittag ins Netz gezogen.

Dabei ist mir erst einmal aufgefallen, wie viel Zeit man doch im Internet zu bringt. Und da meine ich jetzt nicht nur Blogger, Facebook und co. sondern auch die vielen kurzen "Ausflüge". Wie oft kam der Gedanke: "Guckst mal eben schnell im Internet" - ach ne, geht ja nicht, wir haben ja keins.

Aber nach 3 Tagen hatte ich mich ganz gut damit abgefunden, denn plötzlich hatte ich viel mehr Zeit für andere Dinge. Ich habe viel gebacken und gekocht (dabei sogar mal ein paar Sachen aus meiner Rezeptbuchsammlung ausprobiert), das Faschingskostüm fürs Tochterkind genäht, sage und schreibe 4 Bücher gelesen, die Wohnung umdekoriert (mehrmals), viel mit dem Tochterkind gespielt und irgendwie habe ich das Internet irgendwann gar nicht mehr so vermisst.

Meine Rechnungen musste ich diesen Monat auch auf die "klassische" Art begleichen. Mit einem Gang zu Bank! Dort war ich sage und schreibe 6 Jahre nicht mehr persönlich, denn meine Kundendaten waren nicht mehr so ganz up to date. Da wurde die Gunst der Stunde sofort genutzt, um das zu ändern.

Es war eine ganz interessante Erfahrung, mal so ganz ohne Kommunikationsmittel auszukommen. Wir konnten ja auch nicht telefonieren - gut das nichts passiert ist ...

Wir sehr wir uns doch an die Möglichkeit, jederzeit und überall erreichbar zu sein gewöhnt haben. Wenn man bedenkt das vor 20 Jahren noch nicht mal jeder Haushalt einen eigenen Telefonanschluss hatte ...

Wer mag, kann ja mal einen Selbstversuch starten: 1 Woche ohne Telefon, Handy und Internet!

Unser Netzt bleibt jetzt hoffentlich stabil, damit es hier wieder regelmäßig was zu lesen gibt.

1 Kommentar:

  1. Ich habe mir manchmal auch schon gedacht, dass das Internet sooo viel erleichtert hat. Alleine Recherchearbeiten für die Uni oder das Ausleihen von Büchern. Früher musste man in den Zettelkatalogen ewig suchen, heute geht das ratzfatz. 1 Woche ohne Internet? No way. Selbst im Urlaub fällt es mir schwer. Gar nicht, wegen dem Social Media Ding, sondern schnell mal gucken, wie man wohin kommt oder was sonst so läuft.

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