25. Juli 2012

Buchempfehlung - Sterbenskalt von Tana French

Am Wochenende bin ich endlich dazu gekommen, den dritten Roman von Tana French zu lesen. Das Mistwetter hat doch was Gutes!



Bereits wie in "Grabesgrün" und "Totengleich" lässt Tana French den Leser in die Abgründe der menschlichen Seele blicken und auch diesmal wird wieder die Vergangenheit des Hauptprotagonisten zum Thema der Gegenwart.

Diesmal ist es Detective Francis (Franck) Mackay, der den Undercovereinsatz der jungen Polizistin Cassie Maddox in "Totengleich" initiierte und aus der Ferne überwachte.

Der Orginaltitel des Romans lautet "Faithfull Place" - Es ist der Name einer - halb fiktiven - Straße in den Liberties auf der Südseite des Liffey-Flusses, der Dublin teilt. In der kleinen Sackgasse mit gerade einmal 16 Häusern Francis aufgewachsen. Zusammen mit zwei Brüdern und zwei Schwestern in einer Familie, die von einem alkoholkranken Vater terrorisiert wurde, dem die Mutter wenig mehr entgegenzusetzen hatte als stete Schlechtgelauntheit und Missbilligung von allem und jedem. Mit 19 Jahren hat Francis bei Nacht und Nebel seine Familie verlassen und nie wieder einen Blick zurück geworfen. Lediglich mit seiner kleinen Schwester hat er hin und wieder Kontakt.

Doch der Fund eines alten Koffers in einem baufälligem Haus lässt ihn nach 22 Jahren in eben jene Straße und jene Familie zurück kommen. Denn der Koffer gehört Rosi, seiner Jugendliebe, die damals eigentlich mit ihm nach London gehen, aber nie gekommen ist.

Als dann auch noch die Leiche einer jungen Frau in Haus Nr. 16 gefunden wird, macht sich Francis auf die Suche nach Antworten. Was ist damals in jener Nacht vor 22 Jahren wirklich passiert?

Eine tragische Familiengeschichte, die einen nahe geht und nicht mehr loslässt. Wie immer meisterhaft und fesselnd erzählt. Für mich gehört Tana French zu den ganz großen Autorinen!

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