28. August 2012

green pears

Wir sind zurück aus dem Kurzurlaub (wenn man das überhaupt so nennen kann) bei den Schwiegereltern.


Die Schwester des Göttergatten (also meine Schwägerin) hat ihren 40. Geburtstag im Garten gefeiert und die Tische standen ganz romantisch unterm Birnenbaum. Der dieses Jahr über und über mit Früchten beladen ist.


Das die Birnen noch grün sind, war mir gerade recht. Denn sie waren genau nach meinem Geschmack. Noch schön fest und nicht zu süß, darum haben wir uns so ganz nebenbei ein Körbchen gepflückt und mit nach Hause genommen.


Wir haben hier, bis auf ein kleines Apfelbäumchen, das dieses Jahr zum ersten Mal geblüht hat und auch einen kleinen Apfel hervorbrachte. Der allerdings noch klein und grün abgefallen ist. Mal sehen wie es sich nächstes Jahr schlägt.

Hier wird es auch die nächsten Tage eher ruhig bleiben, denn der Schulanfang vom Töchterchen steht vor der Tür. Da gibt es noch einiges zu organisieren und zu erledigen.

Habt eine schöne Woche und drückt die Daumen, dass das Wetter bis zum Wochenende hält.

21. August 2012

Pimp my camera strap

Schon lange, eigentlich seit ich das gute Stück habe, stört mich der Gurt meiner Kamera. Zum einen ist der schlicht und ergreifend hässlich, ich laufe damit Werbung für Canon und, das für mich aller aller schlimmste, der Gurt reibt am Hals.

In der Mitte des Gurtes ist ein Kunstlederstück aufgenäht, das wohl irgendwie zur Stabilität oder Bequemlichkeite beitragen soll. Ich finde genau das Teil absolut störend. Überhaupt bin ich, was Materialien, mit denen ich Hautkontakt habe, etwas eigen. Da muss alles ganz weich und kuschelig sein. Ich mag keine harten, kratzigen Stoffe und reine (Schaf)wolle geht auch nicht. Bevor ich etwas kaufe, wird immer erst mal das Material befühlt.

Jedenfalls, der Kameragurt gehört für mich zu den unbequemen Materialien und so war schon lange der Plan einen neuen Gurt für die Kamera zu nähen. Da wir morgen für ein paar Tage wegfahren, wollte ich das vorher unbedingt noch hinter mich bringen. Das Tochterkind hüpft durch den Garten und erfrischt sich im Pool und der Göttergatte düst mit dem Rasentraktor übers Grundstück - die Gelegenheit!


In den weiten des WWW findet man ja eine ganze Menge Anleitungen, am besten hat mir diese gefallen. Aber da ich einen Teil der benötigten Zutaten nicht im Hause hatte, habe ich mich für die schnelle, einfache Variante entschieden und einfach einen "Überzieher" für den Gurt genäht.

Jetzt niffelt nichts mehr im Nacken, der Gurt ist schön bunt und, das muss man auch mal als Plus anmerken, ich kann den immer mal austauschen. So nach Lust und Laune oder Stimmung.


Schnell ging es auch. Einfach den Kameragurt ausmessen und einen Stoffstreifen in der Länge des Gurtes plus 2 cm Nahtzugabe und doppelter Breite plus Nahtzugabe zuschneiden. Die schmalen Seiten einschlagen und umnähen. Dann die lange Seite zum Schlauch zusammennähen, wenden, bügeln und über den Gurt ziehen. Fertig!

Die Fotos musst eich jetzt mit dem Handy machen, da der Gurt ja an der Kamera ist, daher ist die Qualität nicht so umwerfend.

Wer keinen Gurt nähen kann oder möchte, kann sich auch einen schicken, bunten kaufen. Bei DAWANDA gibt es jede Menge Anbieter.







20. August 2012

Streuselkäsekuchen mit Nektarinen und Himbeeren

Kennt ihr das, dass sich immer wieder Sachen im Kühlschrank verstecken und ihr sie erst wiederfindet, wenn sie schon nahezu abgelaufen sind? Bei mir kommt das recht häufig vor, dabei ist unser Kühlschrank gar nicht mal so groß. Aber da ich regelmäßig "Kühlschrankinventur" mache, wird nicht allzuviel schlecht.


Am Wochenende habe ich ganz hinten im Kühlschrank einen Becher Mascarpone und einen großen Becher Magerquark gefunden. Alle kurz vorm Ablaufdatum! Zeit etwas leckeres daraus zu zaubern, nur was?


Meine Wahl fiel auf Käsekuchen, der schmeckt ja eigentlich immer und mit frischem Obst gibt es noch die sommerliche Frische.

Und so gab es bei uns gestern einen leckeren Streuselkäsekuchen mit Nektarinen und Himbeeren.

Für alle Käsekuchenliebhaber, hier das Rezept:


Aus den Zutaten für den Teig einen Sträußelteig kneten und kalt stellen.

Butter, Zucker, Vanillin-Zucker und Salz mit dem Schneebesen des Handrührgeräts cremig rühren. Eier nacheinander unterrühren. Quark, Mascarpone und Grieß zufügen und unterrühren. Nektarinen klein schneiden und zusammen mit den Himbeeren unter die Käsemasse rühren. Eine Springform (26cm) fetten und mit Zucker ausstreuen.

Hälfte der Streuselmasse in die Form geben, zu einem festen Boden andrücken und den Rand leicht hochdrücken.

Käsemasse auf dem Boden verteilen und die restlichen Streusel darauf verteilen.


Im vorgeheizten Backofen (E-Herd: 200°C/Umluft: 175°C) 60 - 70 Minuten backen. Evtl. nach ca. 45 Minuten mit Alufolie den Kuchen abdecken. Kuchen herausnehmen, vorsichtig vom Springformrand lösen und am besten über Nacht in der Form ruhen lassen.

Mit Puderzucker bestäuben und genießen!

EDIT: Ich habe doch tatsächlich vergessen die Eier in die Zutatenliste zu schreiben.
 Es gehören noch 4 Eier in die Käsecreme!

19. August 2012

Enjoy the Summer

Auf 37 °C ist das Thermometer heute geklettert. Der Sommer zeigt sich eindeutig von seiner besten Seite (auch wenn es mir zum Teil schon fast zu warm ist, aber ich will nicht meckern) und wir haben das Leben nach draußen verlegt.


Das Töchterchen ist kaum aus dem Pool gekommen und auch ich habe mich heute Nachmittag überzeugen lassen, kurz mit rein zu hüpfen. Hach, war das erfrischend. Danach schön gemütlich in der Sonne bruzeln, was will man mehr.


Von mir aus kann das Wetter ruhig noch ein paar Tage so bleiben!

18. August 2012

Lovely Summer Cocktail

Kennt ihr "Hugo"? Nein? Ich bin mir ziemlich sicher das ihr ihn kennt und sicher habt ihr in auch schon mal probiert. "Hugo" (sprich Ugo) ist der aktuelle Kult-Coktail und gerade dabei Aperol-Spritz den Rang abzulaufen. Letzeren mag ich persönlich nicht besonders.


Ich oute mich jetzt mal als Cocktailliebhaberin. Den Geschmack von Minze und Limette liebe ich, am Besten beides zusammen. "Mojito" und "Capirinah" standen auf meiner Liste bisher ganz oben. Bis, ja bis ich "Hugo" kennen lernte. Denn wenn Minze und Limette auf Hollunderblüte trifft und das ganze auch noch so herlich frisch prikelt ist es genau das Richtige für laue Sommerabende auf der Terasse.


Die Zutaten habe ich normalerweise auch immer im Haus. Hollunderblütensirup wurde im Frühling Literweise hergestellt und schlummert gut gekühlt im Kellerkühlschrank. Minze wuchtert im Garten vor sich hin und Limetten gehören zum Standard in meinem Kühlschrank. Was man sonst noch braucht ist Prosecco (zur Not tut es auch trockener Weiswein) und Sprudelwasser.

Die Zubereitung ist auch denkbar einfach. Die Minzblätter in ein hohes Weinglas geben und kurz mit dem Mörser zerdrücken. Die Limettenscheibe ins Glas geben und den Prosecco und Hollunderblütensirup dazugeben. Mit Mineralwasser auffüllen und genießen.


Wer mag, kann auch ein paar Eiswürfel dazugeben, aber ich bilde mir ein, das es dann nicht mehr so schön prickelt.


Und für alle die jetzt zu faul bequem sind sich das Ganze selbts zusammen zu mixen, die können sich "Hugo" auch im Laden kaufen. Inzwischen gibt es ihn nämlich von verschiedenen Anbietern.

Habt ihr auch einen Lieblingssommercocktail?

16. August 2012

Summer flowers

Zur Zeit fühle ich mich richtig ausgelaugt und müde, ich habe keine Lust zu nichts. Ich bin Urlaubsreif! Zum Glück muss ich nur noch zwei mal Arbeiten gehen und dann habe auch ich endlich Urlaub!

Bis dahin nehme ich euch mit auf einen kleinen Rundgang durch den Garten in dem es zur Zeit so wunderbar bunt blüht.






Ich wünsche euch allen eine schöne Restwoche und geniest den Sommer!

14. August 2012

Buchempfehlung - Im Land der Orangenblüten

Heute habe ich mal wieder einen Buchtipp für euch.

"Im Land der Orangenblüten" von Linda Belago.

Die Geschichte von Julie Vandenberg hat mich sofort in ihren Bann gezogen.


Julie verliert bei einem tragischen Unfall ihre Eltern. Ihr Onkel übernimmt wiederwillig die Vormundschaft, aber nur um das Erbe im Auge zu behalten. Julie wird ins Internat abgeschoben. Als sie 18 Jahre alt ist, verheiratet ihr Onkel sie mit seinem Geschäftspartner Karl Leevken, bei dem er hohe Schulden hat und der durch die Mitgift bezahlt wird. Julie ist nun an einen Mann gebunden, den sie kaum kennt und der sie nicht liebt. Wenige Tage nach der rasch arrangierten Hochzeit nimmt er Julie mit in die niederländische Kolonie Surinam in Südamerika. Dort bewirtschaftet Karl eine sehr erfolgreiche Zuckerrohrplantage.

Plötzlich findet sich Julie in einem fernen, fremden Land wieder. Welches Schicksal wird sie hier erwarten? Wird sie doch noch eine richtige Familie finden? Wird sie hier glücklich?


Eine spannende und mitreißende Familiengeschichte, in einer atemberaubenden Landschaft in einer Zeit der Umbrüche. Nur zu empfehlen!

9. August 2012

Summer feeling

Spatziergänge im Sommer sind toll, vorallem wenn das Wetter dafür ideal ist.


Nicht zu warm, nicht zu kalt und kein Regen in Sicht!


Genau so waren die letzten Tage und daher wurde die Hunderunde etwas ausgedehnt. Vorbei an Getreidefeldern, mit dicken, goldenen Ähren von Gerste und Weizen. Immer der Nase nach ...


Von mir aus kann das Wetter genauso bleiben ...

6. August 2012

So blogge ich

Durch Zufall bin ich auf den schönen Blog von Daniela gesoßen. Sie hat die Aktion "So blogge ich" gestartet. Ich finde die Idee so toll, das ich beschlossen habe, auch ein paar Worte über mein "Blogverhalten" zu verfassen. Das ist auch eine gute Gelegenheit ein paar Fotos zu zeigen, die auf meiner Festplatte schlummern und es noch nicht auf den Blog geschafft haben.


Meine Posting entstehen meistens ganz spontan und ungeplant. Dabei gibt es zwei Varianten: entweder ich habe Fotos, die ich unbedingt zeigen möchte und dazu überlege ich mir dann die entsprechende Geschichte, oder, ich habe ein ganz bestimmtes Thema im Kopft worüber ich schreiben möchte und mache dann dazu die Fotos.


Ich würde gern regelmäßger bloggen, aber als vollzeitberufstätige Mutter und Ehefrau mit Haus und Grundstück fehlt mir dazu einfach oft die Zeit oder die Muse. Denn auch wenn die Postings meist recht spontan entstehen, sind sie doch mit einem gewissen Aufwand verbunden. Und, das gebe ich jetzt mal ganz ehrlich zu, es gibt auch nicht immer etwas spannendes zu berichten und ein Posting zu machen, nur um des Postings willen, muss denke ich auch nicht sein, oder wie seht ihr das?


Anders verhält es sich mit den Food-Postings, die sind doch ein Stück geplant. Immerhin muss ich mir ja vorher überlegen, ob das was ich da in meiner Küche zusammenrühre auch was für den Blog wäre. Dann gebe ich mir bei der Umsetzung natürlich etwas mehr Mühe und schreibe mir auch auf, was ich in welchen Mengen benutzt habe. Dann müssen dazu natürlich auch die passenden Fotos geschossen werden. Dafür wird meistens der Küchentisch "dekoriert" und das ganze entsprechend hübsch angerichtet und von allen Seiten fotografiert. Mein Mann schüttelt immer mit dem Kopf, wenn er wieder einmal etwas länger auf sein Esse warten muss, weil dieses erst noch ein Fotoshooting hat. Aber immerhin darf er es dann ja auch essen.


Meine Bilder für den Blog bearbeite ich eigentlich nur dahingehend, das ich die Größe ändere, mein Logo einfüge und einen Rahmen drumrum mache. Manchmal passe ich die Helligkeit und den Tonwert etwas an, aber das eher selten. Dabei spiele ich gern mit Photoshop herum und verändere Fotos mit Aktionen und Filtern oder retuschiere daran herum. Aber das ist mehr so eine kleine Spielerei für mich. Hin und wieder landet eins der bearbeiteten Fotos bei Facebook (wo ich mir vor kurzem auch eine eigene Fotoseite erstellt habe). Bearbeitet wird meistens mit meiner uralt Version von Adobe Photoshop und PhotoScape. Gimp habe ich auch und kann es nur empfehlen, da es dem doch recht teurem Photoshop sehr ähnlich ist.


Meine Fotos speichere ich auf einer externen Festplatte und habe sie nach Kategorien sortiert. So gibt es beispielsweise einen Ordner "Blumen" und einen "Landschaft" und so weiter. Die Ordner sind dann untereinander oft auch noch einmal untergliedert. Ich glaube es wäre für mich das Schlimmste, wenn meine "Fotosammlung" einer Datenkatastrope zum Opfer fallen würde und unwiederbringlich verloren ginge. Da wären ja schon die vielen, vielen Fotos aus dem Leben des Tochterkindes ... nicht auszudenken! Die Bilder für den Blog habe ich auf meinem eigenen Webspace hochgeladen. Vor Jahren hatte ich eine eigene Homepage, aber inzwischen nutze ich nur noch den Speicherplatz.


Früher habe ich meine Fotos mit meiner Kodak EasyShare geschossen, aber da die seit letztem Sommer ein paar Macken hat, habe ich sie dem Tochterkind vermacht und mir die lang erträumte Spiegelreflex geholt. So ganz das Traummodel ist es nicht geworden, statt der 600D habe ich nur die 1000D, doch für mich als Anfänger finde ich sie ausreichend. Dazu habe ich das Kitobjektiv (Canon 18-55) und seit neuestem das Sigma 70-300 (Geburtstagsgeschenkt vom Lieblingsmann, da sehe ich drüber weg das es nicht das Tamron ist). Ein Makro- und ein Festbrennweitenobjektiv stehen ganz oben auf meiner Liste.



Wenn ich die Kamera dann doch mal nicht dabei habe (was leider viel zu häufig vorkommt), dann fotografiere ich mit meinem Smartphone. Leider ist dann die Qualität nicht so toll, aber besser als gar keine Fotos.


Ich persönlich finde ja, das man für tolle Fotos nicht unbedingt eine teure Spiegelreflex braucht. Viel wichtiger sind ein Gefühl für Esthetic und einen Blick für das Besondere. Die beste Kamera nützt nix, wenn man einfach nicht fotografieren kann. Aber alles ist Übungssache!


So, ich hoffe ihr habt jetzt einen ungefähren Eindruck gewonne, wie das bei mir so ist mit dem bloggen. Wenn ihr wissen wollt, wie es bei anderern Bloggern "hinter den Kulissen" zugeht, dann schaut doch mal bei Familie Pusteblume vorbei und vielleicht habt ihr ja jetzt auch Lust bekommen, etwas aus dem Nähkästchen zu plaudern.




5. August 2012

Quarkkuchen mit Johannisbeeren

Da wir ja noch immer reichlich Johannisbeeren haben, war ich auf der Suche nach leckeren Verwendungsmöglichkeiten. Dabei bin ich über das Rezept für Quarkkuchen mit Johannisbeeren gestolpert. Ich liebe Quarkkuchen, ich liebe Sträußel und Johannisbeeren kommen auch reichlich zum Einsatz.


Was soll ich sagen, einfach lecker!


Für den Quarkkuchen zunächst eine Springform mit 26 cm Durchmesser fetten. 150 Butter in einem Topf schmelzen und leicht abkühlen lassen. Mehl, 150 Zucker, Vanillezucker und 1 Prise Salz in einer Schüssel mischen. Die flüssiger Butter dazugießen und alles mit dem Handrührgerät zu Streuseln verkneten.

Nun ca. 2/3 der Streusel als Boden für den Quarkkuchen in die gefettete Springform drücken und im vorgeheizten Backofen (E-Herd: 200 °C/Umluft: 175 °C/Gas: Stufe 3) ca. 10 Minuten backen. Dann herausnehmen.

Für den Quarkkuchen nun Stärke und 5 EL Nektar glatt rühren. Den restlichen Nektar in einen Topf geben und mit 3 EL Zucker aufkochen. Die angerührte Stärke einrühren, unter Rühren aufkochen und ca. 1 Minute köcheln lassen. Ungefähr 3/4 der Johannisbeeren unter den Nektar rühren, dann ca. 10 Minuten abkühlen lassen.

Das Johannisbeerkompott auf den Quarkkuchen-Boden geben, glatt streichen und abkühlen lassen.

Für die Quarkmasse 125 g Butter und 125 g Zucker cremig rühren. Zitronensaft und Eier nacheinander unterrühen. Quark und Puddingpulver ebenfalls unter die Masse für den Quarkkuchen rühren.

Die Quarkmasse dann vorsichtig auf das Kompott streichen.

Für das Quarkkuchen-Topping die restlichen Beeren und Streusel mischen und gleichmäßig auf die Quarkmasse streuen. Den Quarkkuchen bei gleicher Temperatur ca. 50 Mintuen weiterbacken und den Quarkkuchen in den letzten ca. 10 Minuten eventuell mit Alufolie abdecken, wenn er zu dunkel wird.


Den Quarkkuchen nach dem Backen ca. 4 Stunden auskühlen lassen. Den Quarkkuchen mit Puderzucker bestäuben und mit Johannisbeeren verzieren. Zum Quarkkuchen schmeckt Schlagsahne.

Ich wünsche euch einen schönen, sonnigen Restsonntag!

4. August 2012

Landliebe

Ich liebe das Leben auf dem Land! Hier bin ich geboren und aufgewachsen. Hier habe ich meine eigene Familie gegründet und hier wächst das Töchterchen genauso naturverbunden und frei auf, wie ich damals. Man kann durch Wälder und Wiesen streifen, im Garten spielen, auf der Straße auch mal mit den Fahrrad rumeiern, ohne Angst zu haben, jeden Moment von einem Auto überfahren zu werden. (Nicht das es keine Autos hier gibt, aber wir wohnen sehr abgelegen und viele Autos kommen hier nicht vorbei)



Vorallem jetzt im Sommer ist es toll! Vorm Schlafzimmerfenster weiden die Kühe vom benachbarten Bio-Hof, die Wiesen wurden abgemäht und es riecht nach frischem Heu. Die Grillen zierpen in der lauen Abendluft, der Garten zeigt sich in voller Blütenbracht. Lavendel, Rosen, Malven, Gladiolen, Fresien, die ersten Dahlien und auch im Gemüsegarten gibt es schon gute Ernte. Wir haben neben Zucchini und Kartoffeln noch bunte Karotten und Zuckerschoten angebaut. Aber weniger um uns selbt zu versorgen, sondern viel mehr aus Spass daran, etwas selbt anzubauen, zu ernten und zu essen. Seit Kindertagen gibt es nichts schöneres als eine selbst geerntete Möhre zu essen (am besten gleich noch mit Erde dran) oder Zuckerschoten vom Strauch zu naschen.



Früher, als ich Kind war, hatten wir noch Schafe, Enten und Kaninchen. Keine Ahnung, wo meine Eltern die Zeit für Haus und Hof her genommen haben ... Ich hätte ja gern ein paar Hühner und habe auch den Rest der Familie soweit, das sie nicht mehr ganz abgeneigt sind. Wenn nichts dazwischen kommt, wird es im nächsten Frühling hier wieder Kaninchen und ein paar Hühner geben. Ich werde davon berichten!


So schön das hier auch alles sein mag, es hat auch seine "Schattenseiten". So sind wir beispielsweise auf das Auto angewiesen. Im Örtchen gibt es keinen Supermarkt - lediglich einen Bäcker, einen Fleischer und für den Notfall einen kleinen Lebensmittelladen. Für den Großeinkauf müssen wir gute 15 km ins nächste Städtchen fahren. Auch wenn man Arbeiten möchte, braucht man ein Auto um überhaupt pünktlich, wo auch immer, anzukommen. Buse fahren so gut wie keine mehr. Bis vor einigen Jahren hatten wir noch einen Allgemeinarzt, dieser hat aber die Praxis aus gesundheitlichen Gründen schließen müssen. Einen Nachfolger hat es nicht gegeben. Der Zahnarzt ist diesen Frühling in den verdienten Ruhestand gegange - auch hier gibt es keinen Nachfolger. Die Grundschule ist im Nachbardorf (immerhin) die weiterführenden Schulen dann schon weiter weg ...


Trotzdem würde ich für nichts in der Welt in die Stadt ziehen, aber für eine gewisse Zeit hat auch das Stadtleben seinen Reiz!