4. August 2012

Landliebe

Ich liebe das Leben auf dem Land! Hier bin ich geboren und aufgewachsen. Hier habe ich meine eigene Familie gegründet und hier wächst das Töchterchen genauso naturverbunden und frei auf, wie ich damals. Man kann durch Wälder und Wiesen streifen, im Garten spielen, auf der Straße auch mal mit den Fahrrad rumeiern, ohne Angst zu haben, jeden Moment von einem Auto überfahren zu werden. (Nicht das es keine Autos hier gibt, aber wir wohnen sehr abgelegen und viele Autos kommen hier nicht vorbei)



Vorallem jetzt im Sommer ist es toll! Vorm Schlafzimmerfenster weiden die Kühe vom benachbarten Bio-Hof, die Wiesen wurden abgemäht und es riecht nach frischem Heu. Die Grillen zierpen in der lauen Abendluft, der Garten zeigt sich in voller Blütenbracht. Lavendel, Rosen, Malven, Gladiolen, Fresien, die ersten Dahlien und auch im Gemüsegarten gibt es schon gute Ernte. Wir haben neben Zucchini und Kartoffeln noch bunte Karotten und Zuckerschoten angebaut. Aber weniger um uns selbt zu versorgen, sondern viel mehr aus Spass daran, etwas selbt anzubauen, zu ernten und zu essen. Seit Kindertagen gibt es nichts schöneres als eine selbst geerntete Möhre zu essen (am besten gleich noch mit Erde dran) oder Zuckerschoten vom Strauch zu naschen.



Früher, als ich Kind war, hatten wir noch Schafe, Enten und Kaninchen. Keine Ahnung, wo meine Eltern die Zeit für Haus und Hof her genommen haben ... Ich hätte ja gern ein paar Hühner und habe auch den Rest der Familie soweit, das sie nicht mehr ganz abgeneigt sind. Wenn nichts dazwischen kommt, wird es im nächsten Frühling hier wieder Kaninchen und ein paar Hühner geben. Ich werde davon berichten!


So schön das hier auch alles sein mag, es hat auch seine "Schattenseiten". So sind wir beispielsweise auf das Auto angewiesen. Im Örtchen gibt es keinen Supermarkt - lediglich einen Bäcker, einen Fleischer und für den Notfall einen kleinen Lebensmittelladen. Für den Großeinkauf müssen wir gute 15 km ins nächste Städtchen fahren. Auch wenn man Arbeiten möchte, braucht man ein Auto um überhaupt pünktlich, wo auch immer, anzukommen. Buse fahren so gut wie keine mehr. Bis vor einigen Jahren hatten wir noch einen Allgemeinarzt, dieser hat aber die Praxis aus gesundheitlichen Gründen schließen müssen. Einen Nachfolger hat es nicht gegeben. Der Zahnarzt ist diesen Frühling in den verdienten Ruhestand gegange - auch hier gibt es keinen Nachfolger. Die Grundschule ist im Nachbardorf (immerhin) die weiterführenden Schulen dann schon weiter weg ...


Trotzdem würde ich für nichts in der Welt in die Stadt ziehen, aber für eine gewisse Zeit hat auch das Stadtleben seinen Reiz!

1 Kommentar:

  1. Wunderschöne Bilder vom Landleben.
    Wir wohnen zwar in einer Stadt, aber diese ist nicht sehr groß und auch dort wohnen wir direkt am Rand.
    Aber Kühe vor dem Fenster haben wir leider keine.
    Das würde besonders meiner Tochter gut gefallen :-)
    Ich wünsche Dir einen schönen Samstag-Abend.
    GGGLG Tanja

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