31. Dezember 2012

Guten Rutsch

Wieder einmal neigt sich ein Jahr dem Ende zu, und wie in jedem Jahr überlegt man, ob es ein gutes oder ein schlechtes Jahr war.

Für mich kann ich auf ein ganz gutes Jahr zurückblicken. Es gab Höhen und Tiefen, aber wir sind alle Gesund geblieben! Und das ist für mich das Wichtigste.

Lassen wir uns überraschen, was 2013 für uns bereit hält und drücken wir die Daumen, das es ein gutes Jahr wird.

Ich wünsche euch allen einen guten Rutsch und ein gesundes, erfolgreiches und tolles neues Jahr!



Bei uns wird, aus Rücksicht auf den Hund, nicht geknallt (und da wir recht abgelegen wohnen, dürfte es dieses Jahr für den Vierbeiner ganz erträglich werden)

Rutscht gut rein und wir sehen uns im nächsten Jahr hier wieder!

Macht's euch kuschelig

27. Dezember 2012

Zwischen den Jahren - Beauty is where you find it

Die Zeit "zwischen den Jahren" ist bei uns hier im Erzgebirge eine ganz besondere Zeit.


Am 24. Dezember beginnen bei uns die "Rauhnächte" oder "Inneren Nächte". Diese dauern bis zum 6. Januar. Diese 12 Nächte haben eine ganz besondere Bedeutung hier und in anderen Gebirgsregionen. Was sicher auch ein bischen damit zusammenhängt, das die Bergregionen von Bayern und Sachen mit zu den letzen, zum Chritstentum bekehrten Regionen zählen.


Hier sind noch alte Bräuche und alter Aberglauben lebendig. Vorallem in den langen, kalten Nächten, in denen der Wind um die Häuser pfeift und im Schornstein rumort, hatten unsere Vorfahren Angst. Sie fürchteten sich vor "wilden Horden" die über das Land zogen und raubten und plünderten.

Und so ist es nicht verwunderlich, das sich einige der Bräuche von damals bis heute gehalten habe. Die meisten kenne ich von meiner Oma, die (obwohl sehr religös) gerde in der Weihnachtszeit und der Zeit danach recht abergläubisch wurde.


So soll man beispielsweise aus dem Wetter dieser 12 Tage, das Wetter für das kommende Jahr ableiten können und auch den Träumen wird eine besonder Bedeutung beigemessen. Auch hier steht jede Nacht für einen Monat des kommenden Jahres und was man in dieser oder jener Nacht geträumt hat, soll im entpsrechenden Monat wahr werden.

Meine Oma hat auch immer aufgepasst, das zwischen den Feiertagen keine "weiße Wäsche" (Bettwäsche und Co.) gewaschen wurde und diese gar auf dem Dachboden zum trockenen aufgehängt wurde. Denn in der aufgehängten Wäsche würden sich die Engel beim Flug durchs Haus verfangen und das bedeutet großes Unglück. (was bin ich forh das wir einen Wäschetrockner haben und sich da mit sicherheit kein Engel darin verfangen kann) Auch das zerschlagen von Porzellan bedeutet für den, der es fallen lässt, nichts gutes. Es wird ihm sogar der eigene Tod geweissagt. Gut das meine Mama, die vor gut 30 Jahren eine Schüssel an Heiligabend fallen gelassen hat, diesem Schicksal entgangen ist.


Für euch ist diese Zeit hoffentlich eine ruhige und erholsame Zeit, allem Aberglauben zum trotz.

Mehr Bilder "zwischen den Jahren" könnt ihr wie immer hier bei Frau Pimpinella sehen.

Macht's euch kuschelig

21. Dezember 2012

Eine Weihnachtsgeschichte

Mit einer kleinen Weihnachtsgeschichte möchte ich mich in die Weihnachtspause verabschieden. Weihnachten gehöre ich ganz meiner Familie und ich freue mich auf ein schönes, ruhiges, friedliches Weihnachtsfest.

Die Geschichte habe ich in einem alten Buch von meiner Oma gefunden. Das passenderweise "Was Großmütterchen erzählt"heißt.

Weihnacht

Es begann schon stark zu dunkeln. In dem kleinen Städtchen flammten die Lichter auf, eins nach dem anderen. Dichter, glitzernder Schnee lag auf den steilen Dächern und spitzen Giebeln, auf den umliegenden Höhen und den hohen Tannen im nahen Walde.
In einem wohlgeheizten Zimmerchen saßen die Kinder des Hauses um den ledergepolsterten Lehnstuhl geschart, in welchem Lulu, die gute, alte Tante, saß. Sie war gekommen, die unruhigen Kleinen zu hüten, bis sie das Glöcklein zur Bescherung rufen würde.
"Also vom Christkind soll ich euch erzählen?", fragte sie. "Öffne einmal das Fenster, Frieda! Hört ihr das schöne Glockengeläute draußen? mit ihm begrüßen fromme Menschen die Heilige Nacht, in der vor vielen, vielen Jahren im Stalle zu Bethlehem das Christkind geboren wurde. Und jährlich steigt es vom Himmel hernieder, Friede und Freude aller Welt zu bringen. Lichter Schein schwebt um sein lockiges Kinderhaupt, und in den zarten Händen trägt es ein Tannenbäumchen, behangen mit allem, was kleine Herzen zu erfreuen vermag. Seht, dort wird es herunterkommen!"
"Aber es ist kalt draußen und Schnee auf den Waldwegen. Friert es da nicht?"
"Nein", erwiderte die Tante. "Das Christkind spürt nichts von Erdenkälte, denn es ist eben ein Engelein und bringt Himmelsluft mit sich."
"Du Tante, wenn ich einmal ein Engel bin, komm' ich auch zu dir", sagte Fritzchen. "Weißt du, was ich dir dann bringe?"
"Was denn kleiner Mann?"
"Eine Himmelsbrille. Die musst du dann nicht mehr so oft putzen, mit der siehst du gewiß besser, gelt?"
"Da magst du wohl recht haben" sagte die alte Frau und nickte.
"Ich auch was bringen", meinte jetzt das Nesthäkchen Hilde, das eben mit einem Löffel Brei verzehrte.
"Ei, was bringst denn du mir?"
"Himmelstuchen, Tante Lulu."
"Oh, erzähl auch fertig", bat Alfred, der älteste. "Wie kommt denn das Christkind wieder heim?"
"Wenn es bei allen guten Kindern herum ist und sein Bäumchen geleert ist, bläst es die Lichtchen aus, dass die Zweige nicht anbrennen, und geht wieder hinaus in den Wald, und dort holen es die Englein ab in den Himmel. Und die Sternlein schimmern und leuchten ihm, und von der Erde ertönt feierlicher Glockenklang und helles Kinderjauchzen herauf, und all die kleinen Vöglein, die noch in Tann' und Scheuer nisten, geleiten es, bis es endlich verschwindet, hoch oben in den Wolken."
"Kling, kling, kling!", erscholl es jetzt aus dem Nebenzimmer. Ungestüm stürzten die Kinder nach der Tür, die Tante hintendrein, das Nesthäkchen auf dem Arm, und aus den geöffneten Türflügeln quoll heller, flimmernder Kerzenglanz: Weihnacht!




Ich wünsche euch allen ein schönes 4. Adventswochenende und ein fröhliches, besinnliches Weihnachtsfest mit euren Lieben!

Genießt die Feiertage und macht's euch kuschelig

20. Dezember 2012

Warten - Beauty is where you find it

Ist euch eigentlich schon einmal aufgefallen, wir viel Zeit unseres Lebens wir mit Warten verbringen? An der Supermarktkasse, beim Arzt, an der Bushaltestelle, auf dem Bahnhof, auf einen Anruf, auf Post, auf den Feierabend, liebe Freunde, ...

Und gerade jetzt, vor Weihnachten, wird auch viel gewartet: das Töcherlein auf die Ferien, das Weihnachtsbäumchen im Flur darauf, endlich geschmückt zu werden, ich warte auf den langersehenten Weihnachtsurlaub, der Göttergatte das seine Erkältung abklingt, der Kater vorm Fressnapf auf Futter ...

Ihr seht, die Liste könnte ich noch unendlich weiter spinnen, kein Wunder also, das heute das Thema bei Luzia Pimpinella für ihre Fotochallenge Warten heißt.



Bei mir wartet der nette Verkäufer auf dem Weihnachtsmarkt auf Kunden und wer sonst noch so wo, worauf wartet, könnt ihr wie immer hier sehen.

Viel Spass beim warten und
macht's euch kuschelig

17. Dezember 2012

Advents-Gugelhupf

oder der Weihnachtsbäckereiresteverwertungskuchen.


Geht es euch auch immer so, das ihr von der ganzen Weihnachtsbäckerei diverse Reste rumzuliegen habt? Hier ein halbes Tütchen Mandeln, da ein paar Walnüsse und dort, im hintersten Winkel liegt auch noch etwas Trockenobst. Um diese ganzen Backreste zu verarbeiten, habe ich im Internet ein tolles Kuchenrezept gefunden. Toll deshalb, weil es Raum für jede Menge Fantasie lässt und man sich so gar nicht an die genauen Zutaten halten muss. Man kann nehmen, was man gerade da hat.


Wie gesagt, ich habe mich kaum an das Orginalrezept des Spekulatius-Marzipan-Nougat-Gugelhupf gehalten. Zum einen, weil hier keiner Marzipan mag, zum anderen, weil ich einige Zutaten gar nicht zur Hand hatte.

Ich habe euch aber mal das Rezept für meinen Advents-Gugelhupf aufgeschrieben.


Butter mit Zucker, Vanillienzucker, Orangensaft, Vanilearoma, Zimt, Nussnougat schaumig rühren. Eigelb nach und nach unterrühren, Mehl mit Backpulver mischen und mit dem grob gemahlenem Spekulatius, gemahlenen Mandeln und dem Joghurt unter die Masse rühren. Walnüsse und Früchte zugeben.

Eiweiß steif schlagen und vorsichtig unter den Teig rühren.

Teig in eine gefettete, gemehlte Gugelhupfform füllen und im vorgeheiztem Backofen gute 60 Minuten bei 180°C backen.

Den Gugelhupf auskühlen lassen und nach belieben verzieren.


Das der Kuchen trotz all meiner Bemühungen beim Lieblingsmann durchgefallen ist, hat nichts mit dem Geschmack zu tun. Er war ihm einfach zu "nussig" ... außerdem hat der Gute lieber was "feuchtes" ... Naja, dem Rest der Familie hat er jedenfalls geschmeckt, frau kann es halt nicht immer allen Recht machen.


Dafür fand er den Glühpunsch mit Granatapfel lecker ;)

Also, falls ihr auch noch Reste im Küchenschrank habt, dann ist dieser weihnachtliche Kuchen vielleicht genau das Richtige um die noch zu verarbeiten. Immerhin ist heute in einer Woche der Tag der Tage!

Macht's euch kuschelig

16. Dezember 2012

Weihnachtsgrüße aus der Küche

Heute gibt es endlich mal wieder ein Posting von mir, nicht hier sondern da, bei der lieben Sandy. Ich hatte die Ehre bei ihrem Adventskalender als Gastblogger dabei zu sein.


Wenn ihr also wissen wollt, wie man ganz einfach Karamell-Likör selber macht und das Rezept für leckere Karamell-Likör-Kekse haben möchtet, dann hüpft ganz schnell rüber zu Sandys Blog!

Ich wünsche euch einen schönen 3. Advent und

macht's euch kuschelig

9. Dezember 2012

Zarte Frischkäseplätzchen und Quarkbällchen

Gestern waren wir ja in der Stadt shoppen. Im Einkaufszentrum waren auch ein paar Weihnachtsmarktbuden aufgebaut, an denen man neben Socken, Schnickeldie, Glühwein, Bratwurst, Lebkuchenherzen und Co. auch Quarkbällchen kaufen konnte. Beim Anblick der kleinen, runden, in Fett ausgebackenen Kugeln hat der Lieblingsmann sprichwörtlich Pfützen auf der Zunge bekommen. Lediglich der Preis von 70 Cent pro Bällchen haben uns vom Kauf abgehalten und ich habe ihm versprochen heute welche selbst zu Hause zu machen.


Versprochen ist Versprochen und so gab es heute zum Kaffee Quarkbällchen nach diesem Rezept, das ich euch schon im letzen Advent verraten habe. Die schmecken genauso gut wie die vom Weihnachtsmarkt und der Göttergatte war glücklich. Wenn es nur immer so einfach wäre ... ;)


Außerdem habe ich Plätzchen gebacken! Schon als Kind habe ich lieber Plätzchen gebacken, die mit Marmelade oder Creme gefüllt waren. Meine Oma hat immer Herzplätzchen mit Johannisbeermarmeladenfüllung und Zuckerguss gemacht, die habe ich geliebt ... ich muss mir unebdingt mal das Rezept geben lassen.

Bis heute hat sich daran nichts geändert. Nach wie vor mag ich Oreokekse und Prinzenrolle nur wegen der Füllung. Darum habe ich heute sehr leckere, zarte Frischkäseplätzchen mit Johanisbeergelee gemacht.


Das Rezept stammt aus der aktuellen Lecker Christmas, und für alle die die nicht zur Hand haben, bekommen das Rezpet von mir.


Für den Teig Butter in Stückchen, Zucker, Vanillienzucker, Mehl, Frischkäse und Ei zu einem glatten Teig verkneten und 30 Minuten kalt stellen.

Das Backblech mit Backpapier auslegen und den Backofen auf 200°C vorheizen. Den Teig auf ein wenig Mehl ca. 3 mm dick ausrollen und mit einem ca. 4 cm großen Plätzchenausstecher 60 Plätzchen ausstechen. Bei der Hälfte der Plätzchen jeweils kleine Sterne oder Herzen ausstechen.

Plätzchen auf Bleche verteilen und nacheinander ca. 7 Minuten backen. Herausnehmen und mit dem Backpapier vom Blech ziehen. Auskühlen lassen.

Für die Füllung das Gelee erwärmen und mit einem Spritzbeutel oder einem Löffel auf die Plätzchen verteilen. Ein Plätzchen mit "Loch" daraufsetzen und leicht andrücken. Trocknen lassen und mit Puderzucker bestäuben.


 Wir haben schon eine ganze Menge davon weggenascht und ich habe meine Zweifel, das wir bis Weihnachten noch ein paar davon übrig haben werden.

Macht's euch kuschelig

8. Dezember 2012

Weekend flowers

Da wäre ich euch doch fast meine Blumen zum Wochenende schuldig geblieben. Aber das Wochenende ist ja noch nicht rum und für mich ist heute irgenwie noch gar nicht so richtig Wochende. Wir waren heute in der Stadt und haben mehr Geld ausgegeben als geplant ohne das zu bekommen was wir eigentlich kaufen wollten und irgendwie war das in dem Menschengewimmel auch irgendwie viel zu anstrengend. Nicht mal auf den Weihnachtsmarkt wolle ich mehr - oh man, ich werde alt!

Heute habe ich euch mal wieder eine Orchidee ausgesucht. Orchideen sind die einzigen Zimmerpflanzen, die ich nie äh selten umbringe und die mich auch immer wieder mit ihren schönen Blüten verzaubern.


Bei dem Foto habe ich mal wieder ein bischen mit Photoshop rumgespielt, ich hoffe es gefällt euch.

Macht's euch kuschelig

7. Dezember 2012

Kaffeebecherkunswerke DIY

Jetzt, wo die ersten 7. Türchen des Adventskalender geöffnet, der Brief an den Weihnachtsmann geschrieben, die ersten Plätzchen gebacken ...


... die Wohnung im weihnachtlichem Glanz erstrahlt und es straff auf den 2. Advent zugeht, wird es endlich Zeit sich über die Weihnachtsgeschenke ein paar Gedanken zu machen.


Und zumindest das Töcherlein hat mit der Fertigung ihrer Geschenke für die Großeltern begonnen, die hier zum Glück nicht mitlesen.

Kinder verschenken ja gern selbst gemalte Bilder und damit Oma und Opa schon morgens beim Kaffeetrinken die Kunstwerke ihrer Enkeltochter geniesen können, gibt es ein selbtsbemaltes "Dippel".


Dafür habe ich günstige, weiße Kaffeebecher im Restpostenmarkt und eine Packung Porzellanmalstifte besorgt. Die Stifte sind zwar nicht ganz billig, aber da man damit neben Porzellan auch Glas bemalen kann, werden die sicher noch das ein oder ander Mal zum Einsatz kommen. Man kann die Farbe im Backofen einbrennen und dann soll sie sogar spülmaschinenfest sein. Aber da bin ich nicht so überzeugt von.


Das Töcherchen hat sich für weihnachtliche Motive entschieden. Ich würde empfehlen, ihr lasst die Kinder ihr Wunschmotiv erst einmal auf ein Blatt Papier vormalen, damit dann nicht so viel schief geht. Man kann zwar die Farbe mit einem feuchten Q-Tipp entfernen, aber der Zeitrahmen dafür ist knapp bemessen.

Individueller kann eine Kaffetasse doch gar nicht sein, oder?

Ich wünsche euch ein schönes 2. Adventswochenend und

macht es euch kuschelig

6. Dezember 2012

Typography - Beauty is where you find it

Während wir wohl so langsam einschneien (ich kann euch sagen, hier haut es schon den ganzen Nachmittag unmengen Schnee runter, dazu weht es noch heftig und ich bin echt froh endlich zu Hause zu sein und keinen Fuss mehr vor die Türe setzten zu müssen), geniesen das Töcherlein und ich den Nikolausnachmittag.

Dieser hat auf für uns alle eine Kleinigkeit vorbei gebracht und das Töcherlein malt gerade mit den neuen Buntstiften das Weihnachtsmalbuch aus.

Aber Frau Pimpi möchte heute nicht unsere Nikolausgeschenke sehen, sondern einen bunten Buchstabensalat. Dafür steuern wir heute passenderweise die Hausaufgaben der Erstklässlerin bei.


Schön, wie sie die Buchstaben malt, oder?

Mehr Buchstaben könnt ihr hier sehen.

Wir trinken jetzt einen schönen, heißen Apfeltee, essen Zimtsterne und schlachten den ersten Schokonikolaus.

Macht es euch kuschelig

4. Dezember 2012

Kirschblütenweiß

"Am Barbaratag pflück ich mir einen Zweig
vom Kirschbaum in unserem Garten
zum Weihnachtsfest dann blühts bei mir kirschblütenweiß
und Schnee liegt draußen im Garten.!

Mit diesem Vers begrüßte der Dicher Rolf Kreher den Barbaratag.

Ein schöner Brauch, heute, am 4. Dezemer, Kirschzweige (oder auch Zweige anderer Laubgehölze) zu schneiden und sie in einer Vase in die Wohnung zu holen.


Wer seine Zweige nicht zu warm stellt, jeden Tag das Wasser wechselt und sie auch sonst gut behandelt, dem blüht dann Heiligabend das Glück. Wunderschön anzusehen, wenn sich die zarten Blüten zwischen Tannengrün und Kerzenrot abheben.

Obwohl ich den Brauch sehr mag, werden wir dieses Jahr (zum ersten Mal seit einigen Jahren) keine Barbarazweige haben. An unsere Vogelkirsche auf der Wiese komme ich wegen dem Schnee nicht mehr ran, (wer stapft schon gern mit der Leiter und der Schere bewafnet im nachmittäglichem Dämmerlicht durch kniehohen Schnee) und auch von anderswo liesen sich auch keine organisieren.

Aber vielleicht habt ihr ja die Möglichkeit euch ein paar ca. armlange Zweige von Kirsche, Apfel, Pflaume, Schlehe, Forsythie, Pfirsich ... was auch immer ins Haus zu holen.

Ich wünsche euch einen schönen und gemütlichen Barbaratag!

Machts euch kuschelig

2. Dezember 2012

Knusperhäuschen mal anders

Anfang des Jahres bin ich auf eine ganz besonders schöne weihnachtliche Backidee gestoßen. Gut, das ich mich noch rechtzeitig daran erinnert habe.

Auf diese niedlichen Tassenhäuschen bin ich hier gestoßen und war sofort total verliebt. Leider ist der Blog auf Englisch, aber ich denke man versteht auch ohne großartige Sprachkenntnisse, um was es geht.


Heute Vormittag habe ich dann aus (Asche auf mein Haupt) Fertiglebkuchenteig zwei Probeexemplare gemacht und da es doch gar nicht so fummelig war, wie befürchtet, werde ich da noch ein paar mehr machen. Die Teile werden einfach aus Lebenkuchenteig ausgeschnitten, gebacken und dann zusammengeklebt. Das geht am Besten mit einer Mischung aus Puderzucker und Eischnee. Ihr müsst nur darauf achten, das ihr die Wände in den Giebel klebt.


Die Häuschen passen auf jeden Kaffeebecher, da es im "Schnittmuster", zwei verschieden Türvarianten gibt. Wenn ihr weiterblättert findet ihr bei Megan auch noch viele tolle Tipps und Dekoideen für die Häuschen.

Ihr müsst nur Aufpassen, das ihr eure Tasse nicht zu voll macht, sonst bekommt das Häuschen einen nassen Keller uns wird matschig.

Ich wünsche euch einen schönen 1. Advent!

1. Dezember 2012

Vogelfutterplätzchen - DIY

Ist es bei euch so kalt? Ich dachte ich sehe nicht richtig, als ich heute Morgen auf das Thermometer geschaut habe. -12°C! Aber dafür gibt es strahlenden Sonnenschein, blauen Himmel und glitzernden Schnee. Hach, so gefällt mir der Winter!


Bei diesen eisigen Temperaturen wird es natürlich auch Zeit unseren gefiederten Gartenbewohnern etwas Gutes zu tun und sie mit reichlich Futter zu versorgen. Mein Mann sagt zwar immer, wenn ich Vogelfutter kaufe: "Da kannst du doch auch gleich Katzenfutter holen". Klar, der dicke Kater treibt sich gern in der Nähe der Futterplätze herum, aber da immer die gleichen Vögel kommen, kennen die ihn schon und sind in der Regel schnell genug.


Da ich die langweiligen Meisenringe und -knödel nicht so hübsch finde, backe ich für unsere Vögel Plätzchen. Das geht ganz einfach und sieht richtig hübsch aus. Alles was ihr dafür braucht sind Plätzchenausstecher, Pflanzenfett oder Kokosfett, Vogelstreufutter, eine Schüssel, einen Löffel, etwas Schnur oder Band und ein Backblech mit Backpapier.


Das Fett lasst ihr schmelzen (nicht erhitzen) und rührt dann das Vogelfutter unter. Dann lasst ihr die Masse einen kurzen Moment abkühlen, damit das Fett nicht mehr so flüssig ist und aus den Förmchen läuft. Wenn die Masse einen schöne, geschmeidige Konsistenz hat, füllt ihr sie in die Plätzchenformen, die ihr auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech legt. Schön glatt streichen und dann (am Besten über Nacht) kalt stellen. Ich stell das Blech immer nach draußen und decke es mit einem Tuch ab.


Wenn das Fett wieder fest ist, die Masse aus den Förmchen drücken (ihr könnt sie aber auch dran lassen und sie mit den Förmchen aufhängen) und mit einem Holzstäbchen ein Loch rein bohren. Faden oder Band durchziehen, bei Bedarf mit Schleifchen oder Tannenzweigen dekorieren, an den Baum hängen und abwarten.


Sind die Futterplätze bei den Vögeln schon bekannt, dauert es meist gar nicht lange, bis die ersten, neugierigen Piepmätze eure Plätzchen verkosten.


Ich habe heute Vormittag eine ganze Weile mit der Kamera in der Kälte gestanden, gut hinter einem Tannenbäumchen versteckt und versucht die Vögel zu fotografieren. Was gar nicht so einfach ist, denn die sind unheimlich schnell und nach einer Weile wird man richtig wuschig, wenn man die flinken Meisen so beim rumwuseln beobachtet.


Heute Nachmittag fällt dann auch bei uns der Startschuss für die Adventsbäckerei.