31. Januar 2013

Winterland

Wenn man sich das Thermometer so anschaut und mal einen Blick aus dem Fenster wirft, könnte man meinen wir haben bereits März. Aber nein, heute ist der letzte Tag in diesem eher grauen, kalten, nassen, igitigit Januar.


Da es seit Montag ordentlich geregnet hat und es auch schön mild war, ist der ganze Schnee innerhalb weniger Tage verschwunden. Kaum zu glauben, das es noch am Samstag hier so aussah: 

Winterland!


Ich persönlich kann gut und gerne auf den Winter verzichten. Es würde reichen, wenn es rund um Weihnachten mal ein bisschen schneit und nach Winter aussieht. Ab Januar kann es dann aber bitte wieder wärmer und endlich Frühling werden. Auch das Medium Schnee ist so gar nicht meins. Man hat nur Arbeit damit, die Straßen sind glatt und rutschig, man findet keinen Parkplatz, man bekommt nasse, kalte Füße, die Mütze zerdrückt die Frisur, mit Handschuhen kann man so gut wie nicht hantieren, man braucht immer ewig um sich an- und auszuziehen, nur um mal eben schnell den Müll rauszubringen und wenn das weiße Zeug eine weile liegt, ist es auch nicht mehr so schön weiß.

Was die anderen hier in der Bloggergemeinde über den Winter denken, könnt ihr hier bei Frau Pimpinella sehen. Denn ihr Motto für diesen BIWYFI-Donnerstag heißt Winterland!

Macht's euch kuschelig

30. Januar 2013

Soljanka nach "Mamas Art"

Ich bin ja ein Kind der DDR und daher entsprechend geprägt. Nicht alles war Schlecht und ich hatte eine schöne Kindheit, damals, in der Zone. Was nicht zu letzt an der Kochkunst meiner Mama lag, die hat nämlich auch noch aus nüscht, ein leckeres Essen gezaubert. Eins ihrer Spezialitäten (von der sie selbst nie einen Teller gegessen hat oder auch je essen wird) war ist Soljanka. Ein typisches Ossi-Essen und ehrlich gesagt habe ich keine Ahnung wie man die in Russland zubereitet. Ich kenne nur die Version meiner Mutter und muss jetzt mal ganz ehrlich zugeben, das ich Soljanka auch nie, niemals, nie im Restaurant oder überhaupt von jemand anderem zubereitet essen würde. Man kann ja nie wissen, was da drin ist. Denn die Hauptzutat dieses Eintopfs ist angeranster Wurst- bzw. Bratenaufschnitt.


Der Göttergatte liebt meine Soljanka und ich habe mit unter die Vermutung, dass er ganz bewusst mehr Aufschnitt kauft, als wir essen können. Und da der Januar eh so ein Suppen bzw. Eintopfmonat ist, habe ich heute mal wieder einen großen Bottich voll DDR-Suppe gekocht.



Zubereitung von Soljanka

1. Aufschnitt (je mehr verschieden Sorten ihr habt, umso besser schmeckt es) würfeln. Zwiebeln schälen und würfeln. Knoblauch schälen und fein hacken. Paprika putzen, waschen und in Stücke schneiden.

2. 2 EL Öl in einem Topf erhitzen, Aufschnitt zufügen, unter Wenden kräftig anbraten. Mit Salz und Pfeffer würzen, herausnehmen. 1 EL Öl in einem Topf erhitzen, Knoblauch und Zwiebeln darin glasig dünsten. Sauerkraut und Paprika zufügen, unter Wenden anbraten. Mit Salz und Pfeffer würzen. Tomatenmark zufügen, anschwitzen und mit Brühe ablöschen. Aufkochen und zugedeckt ca. 20 Minuten köcheln lassen.

3. Inzwischen Gurken grob würfeln. Petersilie waschen, trocken schütteln und fein schneiden. Nach ca. 15 Minuten der Garzeit Gurken, 2–3 EL Gurkenwasser und Petersilie, bis auf etwas zum Bestreuen, zufügen.

4. Aufschnitt zufügen, nochmals aufkochen und ca. 2 Minuten köcheln lassen. Mit Ketchup, etwas Zucker und evtl. noch etwas Gurkenwasser abschmecken. Das ganze sollte eine feine süß-saure Note haben. Soljanka in einer Terrine evtl. mit Zitronenschnitz und einem Klecks saurer Sahne anrichten. Mit Petersilie bestreuten und garnieren.



Übrigens war Soljanka auch das erste Essen, das der Göttergatte bei uns gegessen hat. Wir waren noch gar nicht lange zusammen, als er zum Abendessen blieb. Und wie es der Zufall so wollte, meine Mama hatte einen großen Topf Soljanka gekocht und nach dem der Liebste fast den ganzen Topf leer gegessen hatte, hat er wohl beschlossen mich zu behalten um in den Genuss der Kochkunst meiner Mama zu kommen. Gut, das ich inzwischen fast genauso gut kochen kann wie meine Mama, denn Liebe geht eben doch durch den Magen.

Macht's euch kuschelig


28. Januar 2013

Frühlingsboten

Irgendwie hält mich das Wintertief, das sich nach unserer Grippeepedemie Anfang des Jahres eingenistet hat noch immer in seiner Gewalt.



Wenn es nach mir ginge, würde ich mich den ganzen Tag im kuscheligem Bett verkriechen, die Decke bis unter die Nasenspitze gezogen und schlafen. Der Göttergatte beobachtet diese Entwicklung schon argwöhnisch, denn durch meine Antriebslosigkeit "verwahrlost" der Haushalt. Nein, so schlimm ist es noch nicht, aber die gewohnte Grundordnung ist etwas aus dem Lot geraten. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie sehr er sich freut, wenn ich wieder erwarten Abends etwas gekocht habe ... *hüstel*


Gegen dieses winterliche Formtief, das ich dem fehlenden Sonnenschein der letzten Wochen zuschreibe (immerhin kann man die Sonnenstunden dieses noch recht jungen Jahres hier an den Fingern einer Hand abzählen), habe ich mir selbst ein bischen Frühling verordnet. Und so verströhmen hier Hyazinthen ihren wunderbaren Duft, jede Woche bringt mir der Göttergatte frische Tulpen mit und auf dem Küchentisch macht ein Kätchen mit ihren pinken Blüten Lust auf Frühling.



Bisher hilft die Blumentherapie nur bedingt, allerdings habe ich ein paar Ideen im Kopf, die zumindest hier etwas frischen Wind reinbringen. Immerhin steht der Valentinstag vor der Tür.

Ich wünsche euch allen eine wunderschöne Woche

und macht's euch kuschelig

22. Januar 2013

Unter den Sternen von Rio - Buchtipp

Ana Veloso - Unter den Sternen von Rio

Endlich geht sie weiter, die Geschichte der Familie da Silva, die mir aus Ana Velosos Roman "Der Duft der Kaffeeblüte" ans Herz gewachsen war.


Inzwischen schreiben wir das Jahr 1924 und es ist die junge, schöne Tochter von Vita und Leon, die im kalten, winterlichem Paris den geheimnisvollen Antoine kennenlernt und sich unsterblich in ihn verliebt. Doch das Schicksal trennt die beiden schnell wieder.

Zurück in Rio, soll sie den Ingenieur Henrique heiraten, der am Bau der großen Christusstatue beteiligt ist. Der Weg scheint für Ana Carolina vorbestimmt, bis, ja bis ihr Henrique eines Tages seinen besten Freund vorstellt. Antoine!

Dieser hatt sich ebenfalls unsterblich in Caro verliebt und beginnt, wieder aller Vernunft um sie zu werben. Doch als Caros Mutter merkt, wer der geheimnisvolle Verehrer ihrer Tochter ist, versucht sie alls zu unternehmen, um die beiden voneinander fern zu halten. Dabei hat sie ihre ganz eigenen Gründe, die Verbindung der beiden zu sabotieren.

Eine wunderschöne, farbenfrohe, aufregende Geschichte um die große Liebe vor der tropischen Kulisse Rios der 20iger Jahre. Ein Roman, den ich förmlich verschlungen habe!


Macht's euch kuschelig

19. Januar 2013

Mit 7 Jahren ...

... hast du schon ein paar Zahnlücken.

... bist du bereits ein Schulkind.

... möchtestest du, wenn du einmal groß bist, Modedesignerin in Paris werden.

... kannst du Mama schon einen Kaffee mit der Sen**o machen.

... möchtest du immer mit Mama oder Papa kochen und backen.

... hast du deinen ersten Freund - den du später heiraten möchtest.

... baust du deine kleine rosa-bunte Legowelt auf dem Wohnzimmerboden.

... schummels du beim Kartenspielen.

... bist du ein richtig großes Mädchen!


Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag meine Süße! Ich hab dich wahnsinnig lieb!

14. Januar 2013

Kleines Lebenszeichen

Ihr Lieben, es ist nicht nur das graue, trübe Jännerwetter daran Schuld, das ich mich seit Beginn des neuen Jahres hier so rahr mache - nein, hier haut es ein Familienmitglied nach dem nächsten um. Erst hatte ich mit einer fießen Bronchitis zu kämpfen und jetzt, da ich über den Berg bin und mich wieder richtig fit fühle, bekommt das Töcherlein einen üblen und heftigen Infekt. So richtig das volle Programm: Husten, Schnupfen, Kopf- und Gliederschmerzen, hohes Fieber und was da sonst noch so dazu gehört.


Während draußen die Natur doch noch vom Schnee geküsst wurde, gibt es hier weiterhin schnöde Hühnerbrühe/Hühnersuppe, weht der Duft von Hustenbalsam und Kräutertee durch die Wohnung, wurde mit Hustenbonons, Fieberthermometer und Medizinfläschchen dekoriert und die einzigen Dinge wir zur Zeit unternehmen sind kuscheln, schmusen, trösten, vorlesen und schlafen.

Auf bessere Tage hoffend wünsche ich euch allen eine schöne und vorallem gesunde Woche!

Macht's euch kuschelig


6. Januar 2013

Winterweiß

So langsam geht es mir etwas besser, wenn sich auch der Husten noch sehr hartnäckig hält und den Göttergatten nachts den Schlaf raubt. Gestern hat er mich doch tatsächlich aus dem Schlafzimmer verbannt ... Falls von euch noch jemand ein gutes Hausmittel gegen festsitzenden Husten hat, immer her damit.


Während es draußen schon seit Tagen regnet und der kleine Bach vor der Haustür zum reißenden Fluss geworden ist, habe ich unserer Wohnung "entweihnachtet". So kurz nach Silvester ist mir immer mehr nach etwas leichtem, luftigen und ich sehne mich schon jetzt nach Frühling.


Dekoriert habe ich für den Winter (der sich eher wie November anfühlt) mit viel weiß, Kerzen und Zapfen.


Es ist auch nur eine Frage der Zeit, bis die ersten Frühblüher hier einzug halten werden. Immerhin habe ich in der Garage ein paar Töpfchen mit Perlhyazinthenzwiebeln stehen, die durch die warmen Temperaturen schon ein bisschen ausgetrieben haben. Die habe ich schon im Herbst eingepflanzt und dann kühl und dunkel gestellt. Mal sehen ob das vorziehen im Töpfchen funktioniert.

Ich wünsche euch allen einen guten Start in die neue Woche

und macht's euch kuschelig




2. Januar 2013

Auf ein Neues!

Ich hoffe ihr seit alle gut in das neue Jahr reingerutscht und seit inzwischen auch wieder in der "Realität" nach den Feiertagen angekommen.

Bei uns sind heute noch Ferien, aber das Töcherlein freut sich schon sehr, endlich wieder in die Schule gehen zu können. Naja, mit der Zeit kann es zu Hause schon recht langweilig werden. Die neuen Sachen vom Weihnachtsmann wurden alle schon ausgibig getestet und haben den Reiz des Neuen verloren.


Mit dem alten Jahr hat sich auch meine Stimme verabschiedet, aber nicht weil wir so feucht-frohlich gefeiert haben, sondern weil ich mir eine üble Bronchitis eingefangen habe. So started das neue Jahr für mich mit Husten, Heißerkeit,2 Stunden im völlig überfülletm Wartezimmer der Hausärztin sitzen, Hustensaft und Salbeitee mit Honig.

Auf jeden Fall wünsche ich euch ein wirklich tolles, gesundes, glückliches, erfolgreiches, schönes, lustiges und aufregendes 2013!

Macht's euch kuschelig