31. Dezember 2014

{Zum Jahreswechsel} - Silvester-Schoko-Cupcakes

Ich hoffe ihr habt alle ein wunderschönes, ruhiges und besinnliches Weihnachtsfest im Kreise eurer Lieben verbracht. Und kaum sind die ersten Feiertage vorbei, stehen die nächsten vor der Tür.

Und die, das gebe ich jetzt hier mal so ganz offen und ehrlich zu, die mag ich so gar nicht. Ich habe für Silvester und Neujahr überhaupt nichts übrig. Wenn es nach mir ginge, könnte man die getrost aus der Liste der Feiertage streichen. Warum? Das weiß ich ehrlich gesagt selbst nicht so genau. Vielleicht weil ich nicht so das "Partygirl" bin und ich lieber einen ruhigen, gemütlichen Abend auf der Couch verbringe. Vielleicht auch, weil es mir echt missfällt, das es Menschen gibt, die jedes Jahr zig Euros für Feuerwerk ausgeben (meist sind das genau die Menschen, die das ganze Jahr rum jammern das sie kein Geld haben) und das Geknalle und Gezische den meisten Tieren einfach nur Angst macht. Auch ich persönlich kann dem so gar nichts abgewinnen. Für mich ist das so, als würde ich den 100 Euro-Schein gleich so anzünden.


Mal ganz davon abgesehen, was ändert sich denn einen Tag später? Gar nichts! Alle guten Vorsätze sind eine Woche später vergessen. Will ich mein Leben wirklich ändern, brauche ich dafür kein Silvester ... denn das kann ich an jedem anderen Tag des Jahres genauso gut.

Wenn jemand allerdings an den Feiertagen arbeiten muss, dann habe ich dafür natürlich den größten Respekt. Meine Mutter arbeitet im Altenpflegeheim, und muss Silvester zur Frühschicht. Der Mann meiner Freundin arbeitet im Krankenhaus und muss Silvester zur Spätschicht und mein Mann, der Polizist, muss Neujahr zur Frühschicht ... Während wir feiern und es uns gut gehen lassen, müssen viele Menschen arbeiten und viel Familien auf eben diesen jemand verzichten.


Wenn es sich jetzt diese Leute auf Arbeit etwas schön und feierlich machen, dann finde ich das gut. Darum war ich auch sofort "Feuer und Flamme" als mich meine Mutter gestern Abend gebeten hat, ihr ein paar Cupcackes zu backen. Am Silvestertag bringt jeder der Kollegen etwas mit, und dann wird gemütlich gefrühstückt. Also habe ich ein Blech Schoko-Cupcakes gebacken und die, passend zu Silvester dekoriert. Denn wenn ich ganz ehrlich bin, ich würde schon ganz gern mal eine Silvesterparty ausrichten und für lecker Essen und einer tollen Deko sorgen. Das wäre wiederrum genau mein Ding! ;-) Aber da es das nicht gibt, und wir es uns zu Hause kuschlig machen, habe ich wenigstens die Silvester-Cupcakes ordentlich aufgehübscht.



Für die Deko habe ich Palmwedel, die man für Cocktails oder Eisbecher verwendet, als "Feuerwerk"-Ersatz in die Cupcackes gesteckt und ein paar Kleeblätter gebastelt. Für die Kleeblätter habe ich ein quadratisches Stück Papier 2 mal gefaltet und dann Herzförmig ausgeschnitten. Dann noch mit Goldstift Neujahrswünsche drauf geschrieben und mit Klebeband an einen Zahnstocher geklebt. Meine Mutter war total begeistert. Und ich hoffe ihre Kolleginnen im Pflegeheim sind das auch.


Wenn ihr jetzt auch noch was süßes für eure Silvesterparty braucht, habe ich hier das Rezept für meine Silvester-Schoko-Cupcakes



Und mit diesem süßen Glücksfeuerwerk verabschiede ich mich auch für dieses Jahr und wünsche euch allen einen guten Rutsch und ein wunderschönes und erfolgreiches Jahr 2015!


Prost und Happy New Year!!

14. Dezember 2014

Feines zum Advent - Schneller Schüttelstollen

Hier im Erzgebirge gehört er einfach zu Weihnachten, wie Engel und Bergmann, Pyramide, Nussknacker und Räuchermännchen - der Stollen.


Ich kann mich noch gut daran erinnern, das meine Oma immer zum ortsansässigem Bäcker pilgerte um dort ihre Stollen zu backen. Sie hat nicht, wie die normale Hausfrau heute, mal eben 2 Stollen gebacken. Nein, es waren immer gut 10 Stück. Die hätte der heimische Ofen nie geschafft. Darum sind so gut wie alle Frauen des Dorfes mit ihren Stollenzutaten (die zum Teil aus dem "Westen" kamen, denn in der DDR waren Rosinen, Citronat und Co schwer zu bekommen) zum Bäcker. Rückblickend würde ich behaupten, es ging dabei nicht nur um das backen des Stollens, sondern durchaus auch um den Austausch des neuesten Klatsch und Tratsch. Ein Teil der von Oma gebackenen Stollen, traten eine durchaus weite Reise an und wurden zu Verwanden und Bekannten in den Westen geschickt. Angeschnitten wurde der erste auch immer erst an Heiligabend. Und der letzte wurde immer bis Ostern eingelagert ... vielleicht hat es aber auch immer nur so lange gedauert, bis die vielen Stollen gegessen waren.


Jedenfalls macht so ein echter Stollen von Oma unheimlich viel Arbeit. Mein Mann isst keinen Stollen, einfach aus Prinzip. Ich mag ihn nicht besonders, da ich kein Trockenobst mag ... und das Tochterkind isst keinen, weil Mama und Papa ihn nicht mögen. Aber trotzdem habe ich bisher jedes Jahr einen kleinen Stollen gekauft. Weil er einfach zu Weihnachten dazu gehört. Dieses Jahr bin ich im Internet über das Rezept für einen Schüttelstollen gestolpert und das war so einfach und simpel, dass ich das unbedingt probieren musste.


Als sich dann beim Backen überall dieser köstliche Butter-Zimt-Kardamom-Muskat-Duft verbreitete, hätte ich am liebsten die Ofentür aufgerissen und den Stollen noch warm vernascht. Denn ja, zugegeben, gerochen hat es lecker! Aber nix da. Erst wird er mit ordentlich Butter eingepinselt und dann mit Kristallzucker bestreut.


Abgekühlt verschwindet erst mal unter einem Berg Alufolie. Fest darin eingeschlagen darf er jetzt an einem kühlen Ort durchziehen. Zwei Wochen wären ideal. Eine Woche muss es mindestens sein. Das steht zwar so nicht im Rezept, aber Oma hat da immer viel Wert darauf gelegt. Denn je länger er zieht, umso intensiver verbinden sich die Aromen.


Aber extra für euch habe ich den Stollen schon einen Tag später angeschnitten. Übrigens kam der Stollen aus dem orginal Rezept etwas prusitisch daher, darum habe ich ihn noch mit Mandeln und etwas Christstollengewürz gepimpt. Vorallem ohne letzteres hätte mir persönlich das "Weihnachten" im Geschmack gefehlt.


Normalerweise legt man Rosinen, Zitronat und Orangenat über Nacht in ordentlich Rum ein. Aber außer Wodka war nix Hochprozentiges im Haus. Da ich mir dann doch nicht vorstellen konnte, das sich Wodka gut im Stollen macht, habe ich alles in Apfelsaft eingelegt.

Für alle die jetzt mal noch eben schnell einen Stollen für Weihnachten backen wollen, habe ich hier mein

Rezept für Schüttelstollen


Zutaten:
500 g Mehl
1 Päckchen Vanillezucker
1 Packung Backpulver
100 g Zucker
1 Prise Salz
250 ml Milch
100 g Mandelsplitter
150 g Rosinen (1 Nacht in Rum eingelegt )
1 Packung Zitronat
1 Packung Orangenat
250 g Butterschmalz
1 Flasche Bittermandelaroma
1/2 Packung abgeriebene Zitronenschale
1 Tl Christstollengewürz

Citronat, Orangeat und Rosinen vermischen und mit Rum übergießen. Mindestens 4 Stunden, am besten aber über Nacht durchziehen lassen.

Die Milch erwärmen und Butterschmalz darin schmelzen (es darf nicht kochen) anschließend in eine Schüssel mit Deckel geben.
Die restliche Zutaten mit in die Schüssel geben. Deckel fest verschließen (gut entlüften) und dann hochkant die Schüssel schütteln bis aus der Masse ein Kloß wird.
Dann den Kloß auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben in die Stollenform bringen und ca 40-45 Minuten bei 180 °C backen.

Den Stollen noch warm mit flüssiger Butter bepinseln und dick mit Zucker bestreuen. Abkühlen lassen und dann in Alufolie einschlagen. Am besten noch einmal 1-2 Wochen an einem kühlen Ort ruhen lassen - erst dann entfaltet der Stollen sein ganzes Aroma.




Ich wünsche euch allen einen schönen 3. Advent!

7. Dezember 2014

Winterwärme

In den letzten Wochen bin ich nicht so recht auf dem Posten. Mich hat eine fiese Erkältung erwischt, die sich jetzt seit über einer Woche hartnäckig hält. Da so gar keine Besserung in Sicht ist, habe ich jetzt beschlossen, endlich mal einen Arzt aufzusuchen. Man muss dazu sagen, ich hasse es zum Arzt zu gehen. Man sitzt Stundenlang mit anderen kranken Menschen im Wartezimmer und, wenn man bis dahin nicht krank war, ist man es spätestens wenn man die Praxis verlässt. Normalerweise ist mir meine Zeit dafür zu kostbar und ich beiße die Zähne zusammen und gehe doch zur Arbeit. Was nicht unbedingt der Genesung beiträgt. Denn auf Arbeit friere ich jetzt, in den Wintermonaten immer wie ein junger Hund. Überhaupt ist mir seit ein paar Wochen ständig kalt und das obwohl im Ofen ein warmes Holzfeuer knistert, ich mich mit dicken Socken, Kuschelfelljacke und einem heißen Bier Tee in meine Schmusedecke kuschel. Da kann ich schon froh sein das mir meine beste Freundin zum Geburtstag eine dieser tollen Wärmetiere geschenkt hat. Ganz passend eine Eule. Die brauch ich nur für gut 90 Sekunden in der Mikrowelle erwärmen und dann kann ich mich für gut zwei Stunden an ihr wärmen und dabei noch den tollen Lavendelduft geniesen.


Damit ich bis Weihnachten wieder fit bin, werde ich jetzt doch mal den Gang zum Arzt wagen und mir ein paar Tage Auszeit gönnen und mich zu Hause einkuscheln. Apropos Kuscheln, in diesem Jahr habe ich auch einen echt kuschligen Türkranz. Während ich sonst immer einen selbst gebundenen aus Tannengrün und Co hatte, gibt es dieses Jahr einen gestrickten. Wenn es draußen kalt ist, habe ich ja eh eine Schwäche für alles was aus Wolle gestrickt oder gehäkelt ist ... Sofakissen, Mützen, Handschuhe, Socken und eben auch Türkränze. Die Anleitung dafür habe ich bei meinem Lieblingsbastelversand gefunden. Und da er mit dicken Nadeln und dicker Wolle gemacht wird, war er auch recht schnell fertig. Der Kranz kann gut den ganzen Winter hängen bleiben und wenn er mir nicht mehr gefällt, wird er einfach aufgedröselt, und ich kann ihn zum Kissen um recyceln.


Was mich auch immer aufwärmt, sind Kerzen. Nicht nur die zwei auf dem "Adventskranz", sondern so ganz generell. Leider traue ich mich dieses Jahr nicht so viel davon anzuzünden, nicht das es gegrillte Babykatze gibt. Denn vor unserem Whisky ist nichts sicher und alles was wackelt ist ja sooo interessant. Umso mehr genieße ich die Momente, wo er sich auch einkuschelt und schläft.


Ich geh jetzt wieder mit meiner kuschligen, wärmenden Eule ins Bett und hoffe das sich dieser blöde, kratzende Husten endlich verzieht. Immerhin ist bald Weihnachten und ich würde die Adventszeit gerne noch etwas genießen.

♥lichst

23. November 2014

Familienzuwachs ..

oder, warum in diesem Jahr die Weihnachtsdeko etwas schmaler ausfallen wird.

Der Grund für eine abgespeckte und vorzugsweise bruchsichere Deko heißt "Whisky", hat 4 Pfoten, ein kuschliges Fell und kann wunderbar schnurren. Allerdings hat er auch viel zu viel Energie und verdammt scharfe Krallen.


Richtig, "Whisky" ist ein kleines Kätzchen. Um genau zu sein ein kleiner Kater der bei uns vor gut zwei Wochen eher spontan eingezogen ist.


Bei einer guten Bekannten gab es im September Katzennachwuchs und die Kleinen waren auch schnell vermittelt, doch als es dann im November ans abholen ging, ist dieser kleine Kerl hängen geblieben. Da sie weiß das ich eine Schwäche für Katzen habe und schon länger mit dem Gedanken spiele wieder eine Zweite ins Haus zu holen, wurde ich gefragt, ob ich dem kleinen Kerl nicht ein neues zu Hause geben möchte. Den Göttergatten hatte ich auch recht schnell überzeugt ... und so haben wir den Kobold ins Haus geholt.


Unser dicker Keks war nicht wirklich angetan von so viel trubel und verbringt seine Zeit eher draußen. So friedlich wie hier auf dem Foto liegen die beiden leider sehr selten zusammen. Der Kleine will spielen und toben und der Große möchte eigentlich nur seine Ruhe haben. Das merkt man auch wenn die beiden sich kabbeln. Das sieht teilweise echt gefährlich aus ... gut 5 kg Lebendgewicht gegen gerade mal 1,5 kg.



Der Kleine hat auch schon so einiges auf dem Gewissen ... vorzugsweise Blumentöpfe, Handyladekabel und unsere Couch haben arg gelitten. Und genau deswegen habe ich beschlossen in diesem Jahr die guten, teuren Dekostücke gar nicht erst aufzustellen. Sicher ist sicher! 

Ich wünsche euch allen einen schönen Restsonntag
♥lichst


9. November 2014

Schinkenfleckerl "Omas Art" oder warum es bei Oma immer besser schmeckte

Als Kind war ich viel bei Oma und Opa, wahrscheinlich weil beide mit im Haus wohnten und es bei Oma immer etwas leckeres zu essen gab. Ich kann mich noch gut daran erinnern das ich bei Oma meine Apfelspalten mit  gaaaannnnzzzz viel Zucker bestreuen durfte, während meine Mutter mir das überhaupt nicht erlaubt hat. Da gab es Apfel pur. Drei mal dürft ihr raten, wo ich mein Obst lieber gegessen habe. Überhaupt hatte ich als Kind immer das Gefühl, das es bei Oma besser schmeckt als bei Mama. Nicht das meine Mutter eine schlechte Köchin gewesen wäre bzw. ist. Ganz im Gegenteil! Aber da es bei Mama ja keine Extrawurst gab und Oma doch fast immer Sachen gekocht hat, die ich gerne esse, war es bei Oma eben immer viel leckerer als bei Mama. Mitunter bin ich sogar erst mal gucken gegangen, was es bei Oma und Mama gab und habe mich dann entschieden, wo ich esse. Zum Glück hat mir das meine Mutter nie verübelt. Und falls doch, dann hat sie es nie gezeigt.


Neben Plinsen (Eierkuchen), Klitschern und Grießbrei mit ganz viel Zucker und Zimt war eins meiner Lieblingsgerichte bei Oma "Schinkenfleckerl".

Ich vermute meine Oma hat das Gericht auch erst durch meinen Opa bzw. ihre Schwiegermutter kennen gelernt. Mein Opa stammte nämlich auch Böhmen, dem Teil der heutigen Tschechei, der vor 1945 noch zu Deutschland gehörte. Und, wie der eine oder andere sicher weiß, gehörte Böhmen auch mal irgendwann und irgendwie zu Österreich. Darum sind sich die beiden Küchen recht ähnlich. Immerhin stammt auch das Rezept für meine Krautfleckerl von meiner Uroma. 



Inzwischen hab ich mal etwas im Internet recherchiert und herausgefunden, dass die Art wie meine Oma Schinkenfleckerl macht, nicht ganz Original ist. Aber meistens sind die Traditionellen Familiengerichte ja nie so 100% Kochbuch ... schmecken muss es und Erinnerungen wecken.



Auch mein Mann (gebürtiger Preuße), der dieses Gericht erst hier kennen gelernt hat, isst es ganz gern und das Tochterkind sowieso. Es sind ja Nudeln dabei! Grundvoraussetzung bei einer 8jährigen für gutes Essen.

Für alle die jetzt wissen wollen, wie nun hier bei uns "Schinkenfleckerl" gemacht werden und wer auch gerne Nudeln mag, hier kommt das Rezept.



Das Gericht kann man auch ganz Wunderbar mit Nudeln vom Vortag zubereiten und es müssen nicht unbedingt Bandnudeln sein. Noch ein kleiner Tipp, das Tochterkind isst dazu am liebsten Ketchup! ;-)

Guten Appetit!

27. Oktober 2014

Eulenliebe trifft Strickwahn - Mütze für das Tochterkind

Mir ist aufgefallen, das ich hier bisher nur Rezepte gepostet habe. Aber das hier ist ja eigentlich kein Koch- bzw. Backblog und irgendwie kommt das Gefühl auf, das ich nur noch in der Küche stehe, koche, backe, esse und meine Familie mäste. Ok, so ganz abwegig ist das nicht, denn Liebe geht ja bekanntlich durch den Magen. Aber eine gesunde Fettschicht alleine schützt nicht vor der Kälte im Winter, und der steht vor der Tür. Immerhin hat es diese Woche den ersten Schnee gegeben ...

Zur Zeit bin ich total im Strickfieber! Es gibt ja auch nichts schöneres, als sich gemütlich auf die Couch zu kuscheln mit einer Tasse heißen Tee und dem Strickzeug. Wer mich kennt, weiß, ich habe einen totalen Eulentick. Ich liebe Eulen in jedweder Form ... sie sitzen hier in der Deko, zieren Kissen und T-Shirts und ... seit diesem Jahr ... auch meinen linken Oberarm. Mit diesem "Fimmel" habe ich auch schon das Tochterkind angesteckt. Wo auch immer sie eine Eule sieht wird sofort Meldung gemacht. Darum liegt im Kinderzimmer ein Eulenteppich, sitzen Plüscheulen im Bett und wurde kürzlich eine Eule "geloomt".



Jetzt haben sich Mamas Strickwahn und die Eulenliebe verbunden und der Kopf des Tochterkinds ist für den kommenden Winter gerüstet. 

Die süße Mütze ist ohne echte Anleitung entstanden und wird vom Kind heiß und innig geliebt. Ganz ehrlich, ein bisschen neidisch bin ich schon auf diese coole Mütze.



Ein bisschen erschrocken bin ich immer, wenn ich Fotos vom Tochterkind sehe. Was ist sie groß geworden, sie wirkt manchmal schon sooo erwachsen ... dabei ist sie erst 8 ... ok, fast 9 ... aber trotzdem, mir kommt es vor als hätte ich sie erst gestern zum ersten Mal in meinen Armen gehalten ... Ok, jetzt werde ich sentimental, das heb ich mir für ihren Geburtstag auf. 

Macht's fein!




25. Oktober 2014

Essen für die Seele - Linseneintopf

Kennt ihr diese grauen, trüben Herbsttage? An denen man am liebsten im Bett bleiben möchte? Oder sich zumindest in Jogginghosen, Kuschelsocken und einer Deck auf der Couch einigeln will?

Diese Woche hatte davon ja reichlich und darum habe ich einen großen, wirklich großen Kübel Eintopf gekocht. Denn was gibt es an diesen Tagen besseres als eine große Schüssel heiße Suppe bzw. Eintopf.



Ich habe mich für Linseneintopf entschieden, denn den essen wir alle gerne und die Zutaten hatte ich auch gerade im Haus. Außerdem sind Linsen gesund: sie enthalten viel Eiweiß und Kohlenhydrate, aber wenig Fett. Sie sind reich an Ballaststoffen und machen deshalb richtig satt. Und die enthaltenen B-Vitamine sind gut für Nerven und Hirn.

Da ich Eintöpfe immer mehr nach Gefühl, denn nach Rezept koche, gibt es für meinen Linseneintopf auch kein solches. Aber ich habe mir mal die Mühe gemacht, darauf zu achten was ich alles in welchen ungefähren Mengen verwende.




Linseneintopf

Zutaten:
ca. 200 g feine Linsen oder Tellerlinsen
2 Möhren
3 mittlere Kartoffeln
1 Zwiebel
1 Handvoll getrocknetes Suppengrün
etwa 150 g Kassler
4 Mettenden oder Knacker

6 El Mehl

Salz, Pfeffer, Zucker, Essig

Zubereitung:

Zwiebel und Kassler in Würfel schneiden und in einem großen Topf in etwas Öl anbraten. Die ebenfalls gewürfelten Möhren und Kartoffeln sowie die Linsen zugeben und kurz mit anschwitzen.

Mit etwa 1,5 Liter Wasser aufgießen und das Suppengrün zugeben. Die Knacker rautenförmig einschneiden und mit in den Topf geben. Alles Kochen bis die Linsen weich sind, aber noch biss haben.

Aus 6 El Mehl eine "Einbrenne" herstellen. Das heißt das man Mehl in einer heißen Pfanne ohne Fett braun werden lässt. (Dauert etwas und riecht etwas streng) Das gebräunte Mehl dann durch ein feines Sieb in den Eintopf geben und gut umrühren. Noch einmal ordentlich aufkochen lassen.

Jetzt nur noch mit Salz, Pfeffer, Zucker und etwas Kräuteressig süß-sauer abschmecken.



20. Oktober 2014

Erzgebirgische "Klitscher" - oder die regionale Version der Karoffelpuffer

Sind wir mal ganz ehrlich, Herbstzeit ist Kartoffelzeit! Ich kann mich noch daran erinnern, das wir damals als "Jungpioniere" mit zur Kartoffellese mussten ... vorzugsweise in den Herbstferien! Schlagt das heute mal euren Kindern vor. Auch ich war, ehrlich gesagt, nicht gerade begeistert davon, und habe mich meist auch erfolgreich gedrückt. Dafür musste ich dann im Wald in der Schonung die Spitzen der kleinen Fichten mit Wolle umwickeln, damit das Wild im Winter sie nicht abfrisst. Aber das ist eine andere Geschichte!



Jedenfalls ist unsere regionale, erzgebirgische Küche sehr Kartoffellastig. Vermutlich könnten wir uns eine Woche lang nur von Kartoffeln ernähren und würden nie das gleiche zweimal essen. Aber darauf würde ich es nicht ankommen lassen.

Aber was das Töchterlein und ich sehr gerne essen: Klitscher oder auch Latschen genannt! Für die "Ausländer", dabei handelt es sich um nichts anderes wie Kartoffelpuffer, die hier (wie das so üblich ist) jede Familie anders macht.




Ich mache sie immer so:

Erzgebirgische Leinölklitscher - auch Latschen genannt

für 4 Personen

Zutaten:
10 - 12 mittlere Kartoffeln
250 g (Kräuter)Quark
1 große Zwiebel
1 Esslöffel (Kartoffel)Mehl
1 Ei
Kümmel, Salz je nach Geschmack




Zubereitung:
Die rohen Kartoffeln schälen und reiben, die Zwiebel in kleine Würfel schneiden. Quark, Mehl, Kümmel, Salz und Ei dazugeben und alles zu einem Teig verrühren.
Reichlich Leinöl (es geht aber auch jedes andere gute Öl. Ich verwende meist Olivenöl, da ich Leinöl nicht mag) in einer Pfanne erhitzen, den Teig löffelweise hineingeben und auf beiden Seiten knusprig braun braten.

Die fertigen Klitscher mit Apfelmus, Zucker oder Heidelbeeren garnieren.




Hier noch ein Tipp:
Früher wurden die Klitscher in einer gusseisernen Pfanne gebacken, die nie ausgewaschen wurde. Das alte Öl wurde somit immer wieder verwendet. Dies sollte man jedoch vermeiden, weil Leinöl einen hohen Anteil an wertvoller ungesättigter Fettsäure enthält, und deshalb nicht mehrfach (aufgrund der Bildung von Oxydationsprodukten) zum Braten verwendet werden sollte. Deshalb immer die Pfanne nach jedem Backen reinigen, die alten, unverbackenen Ölrückstände kann man im Haus noch zur Holzimprägnierung verwenden. Das ist übrigens das einzige was ich mit Leinöl mache, da ich wie gesagt, den Geschmack nicht mag.

Viel Spass beim nachkochen und lasst es euch schmecken!

17. Oktober 2014

Die allerleckersten Kürbiscupcakes mit Zimtfrosting

Ich mag den Herbst nicht unbedingt, denn er ist für mich immer ein Zeichen für die Vergänglichkeit. Wenn es dann noch ständig regnet, der Nebel übers Land wabert und man sich am liebsten einfach nur die Decke über den Kopf ziehen möchte, dann mag ich ihn so gar nicht ... den Herbst.



Aber er hat auch seine schönen Seiten. Eine davon ist die  Kürbissaison. Ich liebe Kürbis - denn er ist so wunderbar vielseitig. Allerdings habe ich bisher noch nie mit Kürbis gebacken. Hätte ich gewusst, wie lecker das ist, hätte ich das schon viel früher gemacht.



Als ich diese leckeren Kürbiscupcakes gebacken habe, duftete die ganze Wohnung nach Zimt, Kardamon, Nelken, etc. ein bisschen schon nach Weihnachten oder nach Chai-Tee. Alleine das war schon ein Genuss.



Und genau darum präsentiere ich euch mein liebstes Rezept für Kürbismuffins bzw. Pumpkin Cake: Saftig, kompakt und dennoch nicht schwer. Ein bisschen wie Gewürzkuchen. Aromatisiert mit Lebkuchengewürz, Spekulatiusgewürz oder einfach mit einem selbstgemachtem Mix aus Zimt, Ingwer, Nelken, etc.

Jetzt aber direkt zum Rezept für die Kürbis-Muffins, die innerhalb weniger Minuten gemacht sind, zumindest wenn man fertiges Kürbispüree zuhause hat. Wer nicht ganz zufällig eine Dose fertig Pü aus den USA besitzt bzw. vorbereitetes Kürbismus, kann sein Kürbispüree ganz einfach selbst herstellen; am besten dabei mehrere Gläser bzw. Dosen als Vorrat anlegen. Dafür kleine Hokkaido-Stücke im Ofen backen(dauert aber etwa eine halbe Stunde) oder in etwas Wasser kochen, bis sie weich sind. Pürieren – und fertig ist das Kürbismus.

Nun aber zum Rezept:



Zubereitung:

Das zimmerwarme Kürbispüree in der Rührschüssel zunächst mit dem Zucker verrühren, dann Eier, Öl und Milch dazugeben und alles gut vermischen. Ofen auf 180 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen.

Die restlichen Zutaten mit in die Schüssel geben und gründlich, aber nicht zu lange zu einem Muffinteig verarbeiten. Den Teig in 12 Förmchen geben und für etwa 30 Minuten backen.

Muffins abkühlen lassen. Für das Frosting Frischkäse mit dem gesiebten Puderzucker schaumig rühren, Zimt zugeben und die Cupcakes verzieren.

Die Muffins waren so lecker, das meine größte Kritikerin (das Tochterkind) gleich drei Stück verdrückt hat. Das ist doch Lob genug, oder?

14. Oktober 2014

Enjoy the little things ...

Am 30. April 2013 habe ich hier meinen letzten Post verfasst. Ohne zu wissen, das er der letzte für eine lange Zeit sein könnte. Viel ist seit dem in meinem Leben passiert, nicht alles war positiv ... ganz im Gegenteil, es ging so einiges mächtig schief in den letzen 1 1/2 Jahren.

Ich gestehe, ich habe lange nach dem Motto gelebt: "Wenn du willst das etwas richtig gemacht wird, dann mach es selbst!" Wer also die perfekte Hausfrau, Ehefrau, Mutter, Kollegin, Freundin, Tochter, Gärtnerin, ... sein will, stößt irgendwann an seine Grenzen. Denn wir alle haben nur eine bestimmte Menge Lebensenergie gespeichert und ja, irgendwann ist der Akku leer. Zu Neudeutsch heißt das Ganze "Burn out" ... eine Krankheit die es im Grunde gar nicht gibt und die doch so schlimm ist.



Sie kommt langsam, schleichend ... das ist das fiese, denn man merkt erst, das etwas nicht stimmt, wenn es bereits zu spät ist. Die ersten Anzeichen, die ignoriert man. Bei mir waren das Schlaflosigkeit und übersteigerte Energie. Dann plötzlich war ich nur noch müde und lustlos ... darunter haben dann, nach und nach, meine Hobbys und eben auch dieser Blog gelitten. An manchen Tagen hat mir schon alleine die Energie gefehlt, das Bett zu verlassen. Ich habe mich regelrecht dazu gezwungen, mich um mein Kind zu kümmern und zur Arbeit zu gehen ... und immer mit dem Gefühl im Herzen, das etwas fehlt. Wenn man dann auf Menschen trifft, die nur an sich und ihre Bedürfnisse denken und die labile Gemütsverfassung ausnutzen, dann macht man auch Fehler die fast die ganze Beziehung, das ganze Leben ... einfach alles was man hat ... aufs Spiel setzten. Ich habe Fehler gemacht! Ich habe Menschen vertraut, die so falsch waren wie Spielgeld und das nur, weil ich nicht mehr ich war und auch nicht mehr ich sein wollte.



Wenn man dann von eben diesen Menschen über die Klippe gestoßen wird, an dessen Abgrund man schon seit Monaten stand, dann fällt man ... dann fällt man tief ... Ich bin Ende des Jahres in eine tiefe Depression gefallen. Habe nur noch geweint, mich verkrochen und hatte das Gefühl, dass das Leben nicht Lebenswert ist. In dieser Zeit waren mein Mann und meine Tochter eine große Stütze und ich bin meinem Göttergatten überaus dankbar, mir das Leben gerettet zu haben.



Er hat mich zum Arzt geschleift. Er hat mir zugehört. Er hat mich unterstützt. Und wir haben den Kampf gewonnen. Es fällt mir noch immer schwer, Aufgaben zu delegieren und hin und wieder an mich selbst zu denken ... doch es gibt auch Zeiten, das bin ich richtig faul und lasse mich auch mal verwöhnen. Ich nehme mir jetzt Zeit für mich und nach und nach kam auch die Lust am bloggen zurück.

Die Frage die ich mir lange gestellt habe, den alten Blog weiterführen oder irgendetwas ganz neues anfangen, war nicht einfach. Letztendlich habe ich mich für den alten Blog entschieden. Auch wenn ich jetzt erzählen musste, warum ich so lange nicht hier war.



Das Motto: "Enjoy the little things" ist heute aktueller denn je, denn es sind genau die kleinen Dinge im Leben die mir Kraft geben und das Leben, Lebenswert machen.

Es wird hier also langsam wieder Leben einkehren, genau so wie hier bei uns! Lasst euch Überraschen, wohin der Weg geht.