14. Oktober 2014

Enjoy the little things ...

Am 30. April 2013 habe ich hier meinen letzten Post verfasst. Ohne zu wissen, das er der letzte für eine lange Zeit sein könnte. Viel ist seit dem in meinem Leben passiert, nicht alles war positiv ... ganz im Gegenteil, es ging so einiges mächtig schief in den letzen 1 1/2 Jahren.

Ich gestehe, ich habe lange nach dem Motto gelebt: "Wenn du willst das etwas richtig gemacht wird, dann mach es selbst!" Wer also die perfekte Hausfrau, Ehefrau, Mutter, Kollegin, Freundin, Tochter, Gärtnerin, ... sein will, stößt irgendwann an seine Grenzen. Denn wir alle haben nur eine bestimmte Menge Lebensenergie gespeichert und ja, irgendwann ist der Akku leer. Zu Neudeutsch heißt das Ganze "Burn out" ... eine Krankheit die es im Grunde gar nicht gibt und die doch so schlimm ist.



Sie kommt langsam, schleichend ... das ist das fiese, denn man merkt erst, das etwas nicht stimmt, wenn es bereits zu spät ist. Die ersten Anzeichen, die ignoriert man. Bei mir waren das Schlaflosigkeit und übersteigerte Energie. Dann plötzlich war ich nur noch müde und lustlos ... darunter haben dann, nach und nach, meine Hobbys und eben auch dieser Blog gelitten. An manchen Tagen hat mir schon alleine die Energie gefehlt, das Bett zu verlassen. Ich habe mich regelrecht dazu gezwungen, mich um mein Kind zu kümmern und zur Arbeit zu gehen ... und immer mit dem Gefühl im Herzen, das etwas fehlt. Wenn man dann auf Menschen trifft, die nur an sich und ihre Bedürfnisse denken und die labile Gemütsverfassung ausnutzen, dann macht man auch Fehler die fast die ganze Beziehung, das ganze Leben ... einfach alles was man hat ... aufs Spiel setzten. Ich habe Fehler gemacht! Ich habe Menschen vertraut, die so falsch waren wie Spielgeld und das nur, weil ich nicht mehr ich war und auch nicht mehr ich sein wollte.



Wenn man dann von eben diesen Menschen über die Klippe gestoßen wird, an dessen Abgrund man schon seit Monaten stand, dann fällt man ... dann fällt man tief ... Ich bin Ende des Jahres in eine tiefe Depression gefallen. Habe nur noch geweint, mich verkrochen und hatte das Gefühl, dass das Leben nicht Lebenswert ist. In dieser Zeit waren mein Mann und meine Tochter eine große Stütze und ich bin meinem Göttergatten überaus dankbar, mir das Leben gerettet zu haben.



Er hat mich zum Arzt geschleift. Er hat mir zugehört. Er hat mich unterstützt. Und wir haben den Kampf gewonnen. Es fällt mir noch immer schwer, Aufgaben zu delegieren und hin und wieder an mich selbst zu denken ... doch es gibt auch Zeiten, das bin ich richtig faul und lasse mich auch mal verwöhnen. Ich nehme mir jetzt Zeit für mich und nach und nach kam auch die Lust am bloggen zurück.

Die Frage die ich mir lange gestellt habe, den alten Blog weiterführen oder irgendetwas ganz neues anfangen, war nicht einfach. Letztendlich habe ich mich für den alten Blog entschieden. Auch wenn ich jetzt erzählen musste, warum ich so lange nicht hier war.



Das Motto: "Enjoy the little things" ist heute aktueller denn je, denn es sind genau die kleinen Dinge im Leben die mir Kraft geben und das Leben, Lebenswert machen.

Es wird hier also langsam wieder Leben einkehren, genau so wie hier bei uns! Lasst euch Überraschen, wohin der Weg geht.


1 Kommentar:

  1. Hallo,

    wow, erst einmal danke, dass du hier so ehrlich über alles sprichst. Das bewundere ich sehr. Ich weiß nicht, ob ich das so könnte. Aber ich freue mich auch, dass du nun wieder hier bist und deinen alten Blog weiter führst. Auch bin ich sehr gespannt, was Neues hier auf uns wartet :) Ich hoffe wirklich, dass es dir gesundheitlich auch wieder gut geht.
    Und dein Motto ist wirklich Gold wert. Danach sollte man wirklich jeden Tag versuchen zu leben.

    LG Kerstin

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